close
RTI DeutschRTI App herunterladen
öffnen
:::

Jüngster Anstieg an Viruserkrankungen in Japan und China könnte an “Immunschuld” liegen

  • 26-12-2024
Jüngster Anstieg an Viruserkrankungen in Japan und China könnte an “Immunschuld” liegen
Die chinesischen Zentren für Krankheitskontrolle haben in diesem Winter einen erheblichen Anstieg der HMPV-Infektionen gemeldet, insbesondere bei Kindern unter 14 Jahren in den nördlichen Provinzen. (Foto: AI generiert)

Taipei – 26. Dezember 2024. Dr. Huang Li-min (黃立民), ein führender Gesundheitsexperte der National Taiwan University (NTU) führt den jüngsten Anstieg an bestimmten Viruserkrankungen in Ostasien auf “Immunschuld” zurück. Das Konzept bezieht sich auf Veränderungen in der Herdenimmunität vor und nach der Corona-Pandemie. Die jüngsten Krankheitsausbrüche beinhalten das Humane Metapneumovirus (HMPV) in China, sowie Ringelröteln (auch bekannt als Ohrfeigenkrankheit) und Mykoplasmen-Pneumonie in Japan.

Die chinesischen Zentren für Krankheitskontrolle haben in diesem Winter einen erheblichen Anstieg der HMPV-Infektionen gemeldet, insbesondere bei Kindern unter 14 Jahren in den nördlichen Provinzen. Das Virus kann bei gefährdeten Bevölkerungsgruppen schwere Infektionen der unteren Atemwege sowie Lungenentzündungen verursachen. 

Derzeit gibt es keine Impfstoffe oder antiviralen Behandlungen für HMPV. Lediglich durch Händewaschen und das Tragen von Masken könne man Infektionen vorbeugen; Hochrisikogruppen wie Kleinkinder, ältere Menschen und immungeschwächte Personen seien besonders gefährdet, so Dr. Huang. Er sagt, in Taiwan verbreite sich das Virus bereits seit einem halben Jahr, die Fälle würden derzeit allerdings zurückgehen. Die Situation werde sich weiter normalisieren, wenn die Bevölkerung ihre natürliche Immunität durch den Kontakt mit diesen Erregern wieder aufbaut hat.

Kommentare

Aktuell in dieser Rubrikmehr