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Späte Rehabilitierung von Demokratieaktivisten Peng Ming-min

  • 31-12-2024
Späte Rehabilitierung von Demokratieaktivisten Peng Ming-min
Peng Ming-min (Mitte) mit Kollegen an der Nationaluniversität Taiwan (1954)

Taipei – 31. Dezember 2024. Der ehemalige Demokratieaktivist, Präsidentschaftskandidat und spätere Berater von Präsident Chen Shui-bian, Peng Ming-min (彭明敏) ist zwei Jahre nach seinem Tod rehabilitiert worden. 

Peng Ming-Min verfasste 1964 als Professor an der Fakultät für Politikwissenschaften der Nationalen Universität Taiwan zusammen mit seinen Studenten Tsung-Min Hsieh und Ting-Chao Wei das Manifest der Bewegung zur Selbstrettung Taiwans (台灣自救運動宣言), eine Erklärung für Taiwans Demokratie und Freiheit war

Peng und seine Studenten wurden jedoch verhaftet und von der damaligen KMT-Regierung zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Im Fall von Peng waren es acht Jahre. 

Doch auch nach der Aufhebung des Kriegsrechts in Taiwan und der allmählichen Demokratisierung wurde Peng nicht offiziell rehabilitiert.

Die Peng Ming-Min-Stiftung stellte daher nach Pengs Tod im Jahr 2022 auf gerichtliche Rehabilitierung beim Justizministerium. 60 Jahre nach der Veröffentlichung des „Manifests der Bewegung zur Selbstrettung Taiwans“ erließ das Justizministerium nun schließlich ein Schreiben zur Aufhebung des Urteils und der Strafe.

Das Ergebnis ist nicht nur eine verspätete Gerechtigkeit, sondern auch ein wichtiger Schritt in Taiwans Übergang zur Gerechtigkeit“, sagte Luo Junlang, Direktor der Peng Mingmin Stiftung, in einem Interview am 31. Dezember.
 

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