Taipei – 7. Januar 2025. Laut Taiwans Außenministerium würden die Beziehungen zwischen Taiwan und Japan nicht durch Aktionen beeinträchtigt, die als „pro-chinesisch“ ausgelegt werden.
Der japanische Außenminister Takeshi Iwaya besuchte Peking Ende letzten Jahres. In Verbindung mit der Nachricht, dass Japans Premierminister Shigeru Ishiba seine Bereitschaft erklärt hat, China zu besuchen, sind einige Kommentatoren der Meinung, dass sich die Beziehungen zwischen Japan und China erwärmen.
Der Generalsekretär der Taiwan-Japan Relations Association, Fan Chen-kuo (范振國), meinte, Japan wolle mit seinem Vorgehen lediglich Risiken vermeiden. Was den Besuch Ishibas in China betreffe, so stehe sein Zeitplan noch nicht fest. Ishiba plane für Februar auch einen Besuch in den Vereinigten Staaten, was die Bedeutung unterstreiche, die die japanische Regierung den Beziehungen zu Washington beimisst.
Fan sagte, das Außenministerium betrachte Japans Interaktionen mit China als eine Möglichkeit, unerwartete Situationen zu vermeiden. Er fügte hinzu, dass die japanische Regierung Taiwan in den letzten Jahren wiederholt als wichtigen Freund und Partner bezeichnet habe, dessen Beziehungen auf gemeinsamen Werten beruhen. Ebenso habe sie die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, der Situation in der Taiwanstraße Aufmerksamkeit zu schenken.
Fan wies darauf hin, dass Iyawa bei seinem China-Besuch im Dezember die friedensfreundliche Haltung der japanischen Regierung bekräftigt hat, ebenso wie Ishiba bei den Gesprächen der japanisch-chinesischen Staats- und Regierungschefs während des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums 2024.