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Unterseekabel vor Taiwans Küste mutmaßlich absichtlich beschädigt

  • 08-01-2025
Unterseekabel vor Taiwans Küste mutmaßlich absichtlich beschädigt
Ein unter der Flagge Kameruns fahrendes Frachtschiff, die „Shunxing 39“, hat laut Berichten der Financial Times vor der Küste von Yehliu im Nordosten Taiwans ein strategisch wichtiges Unterseekabel des größten taiwanischen Telekommunikationsunternehmens Chunghwa Telecom beschädigt. Das Kabel verbindet Taiwan mit dem Indopazifik und der US-Westküste. Experten vermuten, dass es sich um eine gezielte Aktion handelt, die Teil von Chinas „grauer Kriegsführung“ sein könnte.(Facebook von 杜奕瑾)

Taipei, 08. Januar - Ein unter der Flagge Kameruns fahrendes Frachtschiff, die „Shunxing 39“, hat laut Berichten der Financial Times vor der Küste von Yehliu im Nordosten Taiwans ein strategisch wichtiges Unterseekabel des größten taiwanischen Telekommunikationsunternehmens Chunghwa Telecom beschädigt. Das Kabel verbindet Taiwan mit dem Indopazifik und der US-Westküste. Experten vermuten, dass es sich um eine gezielte Aktion handelt, die Teil von Chinas „grauer Kriegsführung“ sein könnte.

Der Gründer des privat finanzierten KI-Forschungsinstituts Taiwan AI Labs, Du Yi-jin (杜奕瑾), analysierte die Route des Frachtschiffs und stellte fest, dass die Manöver des Schiffes kaum zufällig seien. Zudem wurde bekannt, dass China in der Vergangenheit ein Patent für ein Gerät zur Zerstörung von Unterseekabeln angemeldet hat. 

Benjamin L. Schmitt, ein Forscher der Universität von Pennsylvania und ehemaliger Berater des US-Außenministeriums, erklärte, dass solche Vorfälle oft als „Grauzonen-Taktiken“ bezeichnet werden, die Konflikten vorausgehen könnten. Er wies darauf hin, dass die „Shunxing 39“ einer in Hongkong registrierten Firma gehört, deren Leitung in chinesischer Hand ist.

Schmitt und Du Yi-jin fordern Taiwan auf, seine Überwachungs- und Schutzmaßnahmen auf See zu verstärken. Dazu gehören der Schutz von Unterseekabeln durch geografische Gegebenheiten wie Tiefseegräben, der Einsatz von Überwachungssystemen zur Erkennung verdächtiger Schiffsbewegungen und die Verweigerung des Zugangs für Schiffe mit unklarer Herkunft. Internationale Kooperationen und Übungen der Küstenwache sollen ebenfalls helfen, solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

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