Taipei – 13. Januar 2025. Forschungsdaten hätten gezeigt, dass ein geringerer Anteil von Frauen auf kommunaler Ebene gewählt wird, was zu einer erheblichen Kluft zwischen der politischen Beteiligung von Frauen in der Stadt und auf dem Land in Taiwan führt. Weibliche Abgeordnete und Frauengruppen haben den Ausschuss für innere Verwaltung aufgefordert, einen Gesetzesentwurf zu prüfen, der das Verhältnis zwischen Männern und Frauen bei kommunalen Ämtern von 3:1 auf 2:1 erhöhen würde.
Während die Vertretung von Frauen in der taiwanischen Politik dazu geführt habe, dass Frauen in wichtige Führungspositionen wie die Präsidentschaft und die Vizepräsidentschaft gewählt wurden, bestehe die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern in den Kommunalverwaltungen fort. Die Generalsekretärin der Awakening Foundation, Tan Yu-rung (覃玉蓉), wies darauf hin, dass es in 40 der 135 Gemeinderatsbezirke keine einzige Frau im Amt gebe. Je kleiner die Wahlkreise seien, desto geringer sei der Anteil der gewählten Frauen, so die Professorin für Politikwissenschaften an der Nationalen Universität Taiwan, Huang Chang-ling (黃長玲).
Die DPP-Abgeordnete Fan Yun (范雲) sagte, dass das ursprüngliche Kommunalverwaltungsgesetz 1999 geändert wurde, um die Geschlechterquote von 3:1 hinzuzufügen. Sie schlug vor, das Gesetz dahingehend zu ändern, dass in jedem Wahlkreis mit mehr als drei Wahlkandidaten eine Frau vertreten sein muss, und forderte das Innenministerium auf, so schnell wie möglich eine Änderung vorzuschlagen.
DPP-Generalsekretärin Rosalia Wu (吳思瑤) und der Abgeordnete Huang Jie (黃捷) sprachen sich ebenfalls für eine Änderung aus. Wu schlug außerdem vor, in Zukunft öffentliche Anhörungen zu entsprechenden Änderungsanträgen abzuhalten, in der Hoffnung, den Dialog weiter zu fördern und schließlich einen landesweiten Konsens zur Gleichstellung der Geschlechter in der Politik zu erreichen.