Taipei, 15. Januar - Der ehemalige litauische Außenminister Gabrielius Landsbergis hat heute auf Einladung Taiwans eine Rede mit dem Titel: „Die Perspektiven der Beziehungen zwischen Litauen und Taiwan und die Lehren aus dem russisch-ukrainischen Krieg“ in Taipei gehalten. Landsbergis betonte, dass ein Sieg Russlands in diesem Krieg nicht nur die Sicherheit Europas gefährden, sondern auch Chinas aggressive Strategien im Indopazifik, einschließlich gegenüber Taiwan, weiter anheizen würde.
Taiwans stellvertretender Außenminister Chen Li-kuo (陳立國) lobte Landsbergis für seinen Beitrag zur Stärkung der Beziehungen zwischen Litauen und Taiwan. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit auf gemeinsamen Werten wie Demokratie und Freiheit weiter ausgebaut wird. Litauen hatte während der Pandemie großzügig Impfstoffe an Taiwan gespendet und trotz internationalem Druck seine Beziehungen zu Taiwan aufrechterhalten.
Landsbergis warnte, dass autoritäre Regime wie Russland und China die internationale Ordnung zunehmend bedrohen. Er forderte demokratische Länder auf, geschlossen gegen diese Bedrohungen vorzugehen. Taiwan und Litauen planen, ihre Kooperation in Bereichen wie künstlicher Intelligenz, Halbleitern und Drohnentechnologie zu vertiefen, um ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber autoritären Einflüssen zu stärken.
Landsbergis betonte, dass die internationale Gemeinschaft aus dem Ukraine-Krieg lernen müsse, um Chinas Provokationen gegenüber Taiwan entgegenzuwirken. Er rief dazu auf, die Verteidigungsfähigkeit Taiwans zu stärken und demokratische Werte weltweit zu verteidigen.