Taipei – 17. Januar 2025. Der ehemalige US-Vizepräsident Mike Pence ist am gestrigen Donnerstag in Taiwan eingetroffen, um Präsident Lai Ching-te (賴清德) und Vizepräsidentin Hsiao Bi-khim (蕭美琴) zu treffen.
Pence, der kürzlich an einem Wirtschaftsforum in Hongkong teilnahm, erklärte, sein Zwischenstopp in Taiwan solle ihm ermöglichen, „die Lage vor Ort persönlich zu beurteilen“. Sein Besuch dient laut Medienberichten dazu, die Unterstützung der USA für Taiwan zu bekräftigen und die Bedeutung der bilateralen Beziehungen hervorzuheben.
Bereits im August letzten Jahres hatte Pence in einem Artikel in der Washington Post vor einer Tendenz zu Abschließungspolitik innerhalb der Republikanischen Partei gewarnt, die Taiwan und andere Verbündete im Stich lassen könnte. Er hob hervor, dass eine mögliche Annexion Taiwans durch China die globalen Lieferketten destabilisieren und ein nukleares Wettrüsten auslösen könnte.
Pence, der sich seit seinem Ausscheiden aus dem Amt wiederholt kritisch zu autoritären Regimen wie jenen von Xi Jinping und Wladimir Putin geäußert hat, positioniert sich klar als Unterstützer der transpazifischen Beziehungen und Taiwans Unabhängigkeit. Seine Haltung steht dabei oft im Widerspruch zu der des designierten US-Präsidenten Donald Trump.