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Deutsch-französische Freundschaft im Fokus: Veranstaltung an der Europäischen Schule Taipei

  • 22-01-2025
Deutsch-französische Freundschaft im Fokus: Veranstaltung an der Europäischen Schule Taipei
Am Montag am Sekundarcampus der Europäischen Schule Taipei (TES) eine besondere Veranstaltung zur Feier der deutsch-französischen Freundschaft statt. Den Abschluss bildete ein deutsch-französisches Fußballspiel mit gemischten Teams in der Schulsporthalle, das den Geist der Freundschaft und Zusammenarbeit symbolisch unterstrich. (Foto: Rti)

Taipei, 22. Januar - Am Montag (20. Januar) fand am Sekundarcampus der Europäischen Schule Taipei (TES) eine besondere Veranstaltung zur Feier der deutsch-französischen Freundschaft statt. Organisiert wurde das Event von den deutschen und französischen Vertretungsbüros in Taiwan, den jeweiligen Sektionen der TES sowie der französischen LIFT-Schule (Lycée International Français de Taipei). Neben hochrangigen Vertretern wie Dr. Jörg Polster und Andreas Hofem vom Deutschen Institut Taipei sowie Franck Paris, dem Direktor der französischen Vertretung, nahmen auch Schulleitungen, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen teil, die Deutsch oder Französisch als Fremdsprache lernen.

Die Initiative für diese Veranstaltung ging von Andreas Hilsbos, dem Schulleiter der Deutschen Sektion der TES, aus. Ziel war es, einen positiven Rahmen für die deutsch-französische Zusammenarbeit zu schaffen, der sich von der eher ernsten Atmosphäre der jährlichen Gedenkfeier zum Waffenstillstand von 1918 unterscheidet. Hilsbos betonte in seiner Rede, dass die TES ein Ort täglicher deutsch-französischer Begegnungen sei, da Schülerinnen und Schüler beider Sektionen nicht nur gemeinsam Kunst-, Musik- und Sportunterricht haben, sondern auch Feste wie Nikolaus zusammen feiern und an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Rund 20 Prozent der französischen Schülerinnen und Schüler an der TES lernen Deutsch, während 40 Prozent der deutschen Schülerinnen und Schüler Französisch als Fremdsprache wählen.

In den Reden der Vertreter wurde die historische Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft hervorgehoben. Andreas Hofem erinnerte daran, dass diese Freundschaft keine Selbstverständlichkeit sei, sondern hart erkämpft wurde. Er verwies auf den Élysée-Vertrag von 1963, der von Charles de Gaulle und Konrad Adenauer unterzeichnet wurde und den Grundstein für die heutige Zusammenarbeit legte. Franck Paris betonte, dass die deutsch-französische Kooperation auch in der Diplomatie eine zentrale Rolle spiele. Er erklärte, dass deutsche und französische Diplomaten oft im Vorfeld kommunizieren, um bei internationalen Themen geschlossen aufzutreten – eine Praxis, die sich auch in Taiwan bewährt habe.

Neben den Reden gab es kulturelle Beiträge, darunter eine musikalische Darbietung von Lehrer Klaus Blütner, der eine deutsch-französische Version von Reinhard Meys „Über den Wolken“ präsentierte. Schülerinnen und Schüler trugen Texte in den jeweiligen Fremdsprachen vor. Ein Quiz zu den deutsch-französischen Beziehungen sorgte für interaktive Unterhaltung, bevor die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Mittagessen mit Spezialitäten aus beiden Ländern fortgesetzt wurde. Den Abschluss bildete ein deutsch-französisches Fußballspiel mit gemischten Teams in der Schulsporthalle, das den Geist der Freundschaft und Zusammenarbeit symbolisch unterstrich.

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