Taipei – 23. Januar 2025. Forscher aus Taiwan haben am heutigen Donnerstag die jüngsten Forschungsergebnisse aus der Zusammenarbeit mit dem internationalen Team des Event Horizon Telescope (EHT) vorgestellt. Von den acht Teleskopen, die auf das Schwarze Loch Messier 87 (M87*) gerichtet sind, war Taiwan an dem Betrieb bzw. der Produktion von vier Teleskopen beteiligt.
Die National Taiwan Normal University sowie Academia Sinica sind bereits seit Langem Teil des EHT-Forschungsteams. Britton Jeter, Postdoc-Researcher am Institut für Astronomie und Astrophysik der Acadmia Sinica (ASIAA) sagte, man habe in der neuen Analyse Beobachtungen von 2017 und 2018 kombiniert, und könne so eine neue theoretische Perspektive auf die Erforschung Schwarzer Löcher bieten. EHT hatte 2019 mit einem Foto von M87* das erste Foto eines Schwarzen Loches in der Geschichte der Menschheit veröffentlicht.
Huang, Chih-Wei (黃智威), unterstützender Wissenschaftler des ASIAA, sagte insgesamt seien am EHT etwa 400 Forscher beteiligt, von der Academia Sinica allein kämen ungefähr 40 Forscher. Mit Forschern weiterer taiwanische Institutionen zusammen, arbeiten insgesamt bis zu 60 Taiwaner an dem Projekt. Man sei konkret am SMA (Sub-Millimeter Array) in Hawaii beteiligt, dem JCMT(James Clerk Maxwell Telescope), dem GLT(Greenland Telescope) sowie dem ALMA(Atacama Large Millimeter/submillimeter Array).
Pu Hung-Yi (卜宏毅), Assistenzprofessor in Physik an der National Taiwan Normal University sagte, in den Forschungsergebnissen habe das Forschungsteam zwei große Fragen beantworten können. Erstens: Warum verändert sich die Gestalt des Schwarzen Lochs M87*? Zweitens: Wie können Veränderungen in der Gestalt von M87* der Menschheit helfen, Schwarze Löcher besser zu verstehen? Diese Entwicklungen würden ein neues Kapitel in der Erforschung Schwarzer Löcher eröffnen und haben das Team begeistert.