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Achtmonatige Haftstrafe für chinesischen Bootsfahrer bestätigt

  • 24-01-2025
Achtmonatige Haftstrafe für chinesischen Bootsfahrer bestätigt
Die NIA erklärte, dass Ruan gemäß den Gesetzen nach Abschluss des Gerichtsverfahrens theoretisch ausgewiesen werden könnte.

Taipei – 24. Januar 2025. Das Oberste Gericht Taiwans hat am Freitag die achtmonatige Haftstrafe gegen einen chinesischen Staatsbürger bestätigt, der mit einem Schnellboot illegal in den Tamsui-Fluss eingedrungen war und damit gegen taiwanische Einwanderungsgesetze verstoßen hat. Die Entscheidung ist endgültig, nachdem bereits im Dezember 2024 das Berufungsgericht den Einspruch des Mannes abgewiesen hatte.

Der Verurteilte, Ruan Fangyong (阮芳勇), startete am 8. Juni 2024 gegen 22 Uhr mit seinem Schnellboot von der chinesischen Küste in der Provinz Fujian. Laut Gerichtsunterlagen erreichte er am nächsten Morgen gegen 10:19 Uhr einen Pier am Tamsui-Fluss in der Nähe der Altstadt von Tamsui. Das Boot wurde von Taiwans Küstenwache überwacht, nachdem ein Bericht über eine Kollision mit einer lokalen Fähre eingegangen war.

Nach seiner Ankunft an Land stellte sich Ruan den Beamten der Küstenwache und erklärte, er wolle sich ergeben. Er gab an, aus China geflohen zu sein, um in Taiwan Demokratie zu suchen. Die Behörden nahmen ihn daraufhin fest, und die Nationale Einwanderungsbehörde (NIA) untersuchte den Fall in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft.

Im August 2024 wurde Ruan von der Staatsanwaltschaft des Bezirks Shilin wegen illegaler Einreise angeklagt. Das Bezirksgericht Shilin verurteilte ihn im September zu einer Haftstrafe von acht Monaten. Es argumentierte, dass Ruan durch seine freiwillige Aufgabe eine milde Strafe verdient habe.

Die NIA erklärte, dass Ruan gemäß den Gesetzen nach Abschluss des Gerichtsverfahrens theoretisch ausgewiesen werden könnte. Da das Urteil jedoch eine Gefängnisstrafe vorsieht, wird Ruan diese voraussichtlich antreten müssen, bevor eine mögliche Abschiebung geprüft wird.

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