Taipei – 27.1.2025 – Im Taroko Nationalpark sind Knochen eines Opfers des Erdbebens in Hualien im April vergangenen Jahres gefunden worden.
DNA-Untersuchungen ergaben, dass es sich um Knochenteile eines nach dem Erdbeben vermissten Touristen aus Singapur handelt. Das Ehepaar aus Singapur mit australischer Staatsbürgerschaft war am 3. April vergangenen Jahres zum Zeitpunkt des Erdbebens wahrscheinlich auf dem Shakadang Wanderweg nahe Wujianwu im Taroko-Nationalpark unterwegs gewesen. Aufgrund der schweren Zerstörungen des Gebiets durch das Erdbeben war die Suche nach den beiden Touristen ergebnislos geblieben.
Gemäß der Polizei Hualien hatte ein Mann bei landwirtschaftlichen Inspektionen mögliche menschliche Knochen in einem Flussbett nahe dem Bereich von Wujianwu gemeldet. Mithilfe von DNA-Vergleichen wurden die Knochenteile einer Hüfte als die von dem nach dem Erdbeben vermissten Touristen aus Singapur, Sim Hwee Kok, identifiziert. Der Polizei zufolge seien die menschlichen Überreste möglicherweise durch starke Taifun-Regenfälle in das Flussbett gespült worden.
Trotz Suche in der Umgebung seien keine weiteren Knochenteile des Mannes und auch keine seiner noch vermissten Ehefrau gefunden worden.
Am 3. April ereignete sich in Hualien in Osttaiwan kurz vor acht Uhr morgens ein Erdbeben der Magnitude 7,2. Dabei kamen 18 Menschen ums Leben, mehr als 1000 wurden verletzt.