Taipei – 3.2.2025 – Das Verbrauchervertrauen ist im Januar weiter gesunken. Gemäß den heute von der National Central University (NCU) veröffentlichten Verbrauchervertrauensindex fiel das Verbrauchervertrauen im Januar gegenüber dem Vormonat um 2,07 Punkte auf 72,54 Punkte.
Damit ist der Verbrauchervertrauensindex den vierten Monat in Folge rückläufig.
Der Verbrauchervertrauensindex (CCI) misst das Vertrauen der Menschen in die Beschäftigungsaussichten, die Familienfinanzen, die Verbraucherpreise, das lokale Wirtschaftsklima, den Aktienmarkt und Kauf von langlebigen Gütern in den nächsten sechs Monaten.
Gemäß den Umfrageergebnissen ist das Verbrauchervertrauen in allen sechs Bereichen gesunken. Der größte Rückgang war im Bereich der Preisentwicklung im kommenden halben Jahr um 3,98 Punkte auf 37,25 Punkte.
Der Direktor des Forschungszentrums für Taiwans Wirtschaftsentwicklung an der National Central University, Wu Dachrahn (吳大任), erklärte den Rückgang mit steigenden Personalkosten durch die Erhöhung des Mindestlohns sowie den saisonalen Effekt des Frühlingsfestes. Dies führe zu einem für die Verbraucher spürbaren Preisanstieg: "Wenn Unternehmen viele Studenten oder befristete Arbeitskräfte anstellen, wie in der Gastronomie oder der Reisebranche, in der viele Studenten und kurzfristig Beschäftigte arbeiten, steigen aufgrund der Erhöhung des Mindestarbeitslohns die Personalkosten. Dies spiegelt sich auch in den Preisen der Waren oder Dienstleistungen wider. Dazu kommt der saisonale Frühlingsfest-Effekt, da während dieser Zeit Preise von Waren und Dienstleistungen kurzfristig steigen."
Der zweitgrößte Rückgang ist im Bereich der Investitionen in den Aktienmarkt im kommenden halben Jahr um 2,46 auf 50,53 Punkte zu verzeichnen. Wu wies darauf hin, dass sich die jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über mögliche Zölle auf Taiwans Chipindustrie auf den Aktienmarkt auswirkten.