Taipei – 10.2.2025 – Die diesjährige Weltgesundheitsversammlung (WHA) wird am 19. Mai in Genf eröffnet. Zivilgesellschaftliche Gruppierungen aus Taiwan veranstalten jedes Jahr am Tag vor der Eröffnung eine Demonstration zur Unterstützung von Taiwans Teilnahme. In diesem Jahr sollen auch internationale Nichtregierungsorganisationen Gruppierungen zur Teilnahme eingeladen werden.
Taiwan ist wegen des Widerstands vonseiten Chinas kein Mitglied der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und wird nicht einmal mehr als Beobachter zur Weltgesundheitsversammlung (WHA), dem obersten Entscheidungsorgan der WHO, zugelassen.
Das Büro für internationale Organisationen des US-Außenministeriums schrieb kürzlich auf der Plattform X, dass der Ausschluss Taiwans von wichtigen internationalen Foren wie der Weltgesundheitsversammlung (WHA) direkte negative Auswirkungen auf das Wohl der US-Bevölkerung und der gesamten internationalen Gemeinschaft habe. Die USA forderten daher die Wiederaufnahme Taiwans als Beobachter bei der WHA. Das Büro veröffentlichte mit dem Eintrag auf X auch ein Video mit der Unterstützung für Taiwan durch den US-Vertreter in einer kürzlichen Sitzung des Exekutivrats der WHO.
Die Geschäftsführerin der Stiftung der Medizinerallianz in Taiwan (Foundation of Medical Professionals Alliance in Taiwan), Lin Shi-jia (林世嘉), sagte heute, China habe bei der Tagung des Exekutivrats der WHO diejenigen Länder angegriffen, die sich für Taiwan ausgesprochen haben. Deshalb haben die USA ihrer Meinung nach in diesem Jahr dieses Thema so früh aufgegriffen.
Taiwans Regierung wird auch in diesem Jahr eine Delegation nach Genf entsenden. Auch zivilgesellschaftliche Gruppierungen werden sich wieder an den Aktivitäten zur WHA in Genf beteiligen. Der Sprecher der Taiwan United Nations Alliance (TAIUNA), Tseng Tsung-kai (曾琮愷) sagte, sie wollten in diesem Jahr erstmals auch internationale Gruppierungen zur Teilnahme einladen, darunter aus den USA, Europa und Japan. Tseng zufolge werden in diesem Jahr die Aktivitäten auch auf Zürich ausgeweitet werden und man wolle sich in einem Forum um Unterstützung von Parlamentsabgeordneten in der Schweiz bemühen.