Taipei – 20. Februar 2025. Der taiwanische Präsident Lai Ching-te (賴清德) hat heute auf der Konferenz der Hochschulpräsidenten zu Risikobewusstsein beim Austausch mit chinesischen Universitäten gemahnt. Die jährliche nationale Konferenz für Universitätspräsidenten findet am heutigen Donnerstag sowie Freitag in Yilan an der Ostküste Taiwans statt.
In seiner Eröffnungsrede betonte Präsident Lai die Bedeutung der freiheitlich-demokratischen Lebensweise sowie die Wissenschaftsfreiheit, welche er als “wertvolle Güter” Taiwans bezeichnete. Darüber hinaus stellte er auch seine vier großen Visionen für die Hochschulbildung in Taiwan vor.
Zunächst gelte es, kein Kind zurückzulassen. Regierungen und Schulen sollten mehr Mittel für junge Menschen aus benachteiligten Familien und abgelegenen Dörfern bereitstellen. Bildungsgerechtigkeit sei ein Ziel, welches die Regierung niemals aufgeben dürfe. Präsident Lai forderte die Universitätspräsidenten auf, zu überlegen, wo es noch Raum für weitere Anstrengungen zur Erreichung dieses Zieles gebe.
Als zweites gelte es, jungen Menschen Flügel zu verleihen, ihre Träume zu erreichen. Nach seinem Amtsantritt habe er den „Jugendfonds für Träume im Ausland“ vorangetrieben. Damit könnten junge Menschen nicht nur ihren Horizont erweitern, sondern auch ihr Land groß machen. Drittens werde die Regierung in einem Umfeld des globalen Wettbewerbs weiterhin der Hochschulbildung den Rücken stärken. Man werde in Zukunft weiter Kooperationen zwischen Industrie und Universitäten ausbauen und Hochschulen zu Innovationen ermutigen.
Viertens wies Präsident Lai auf die diversen Bedrohungen durch China hin. Er habe deshalb im Präsidialamt ein Komitee für soziale Resilienz gegründet. Universitäten sollten beim Austausch mit China Risikobewusstsein zeigen. Man müsse gemeinsam Schlüsseltechnologien und Forschungsergebnisse des Landes schützen, die Demokratie und Taiwans internationale Wettbewerbsfähigkeit sowie nationale Sicherheit aufrechterhalten.