Taipei – 24. Februar 2025. Präsident Lai Ching-te (賴清德) traf am Montag, einige Tage vor dem 78. Jahrestag des 228-Massakers, mit einer Übersee-Gruppe von Angehörigen der 228-Massaker-Opfer zusammen. Der 28. Februar, der in Taiwan inzwischen ein gesetzlicher Feiertag ist und auch als Friedensgedenktag bekannt ist, erinnert an die Menschen, die am 28. Februar 1947 von Soldaten der KMT-Regierung massakriert wurden, weil sie in großem Umfang gegen Korruption und Unterdrückung durch die Regierung protestiert hatten.
Lai dankte den Familien der Opfer für ihre Arbeit bei der Wiedergutmachung des Massakers von 228 im Ausland und dafür, dass sie sich aktiv für Taiwan eingesetzt haben. Er erkannte auch die erheblichen irreparablen Schäden und das Generationentrauma an, das die taiwanische Gesellschaft durch das Massaker erlitten hat, und entschuldigte sich im Namen der Regierung.
Präsident Lai sagte, dass die Regierung alles tun werde, was zur Wiedergutmachung notwendig sei. Dazu gehöre, die Fehler der Regierung einzugestehen, ihren Ruf wiederherzustellen, sich zu entschuldigen, Entschädigungen zu zahlen, Untersuchungen durchzuführen, Gedenkstätten und Denkmäler zu errichten und vieles mehr.
Die Anstrengungen, die die Regierung in den letzten Jahren zur Förderung der Übergangsjustiz unternommen hat, zielen darauf ab, die Wahrheit herauszufinden, Entschädigung zu leisten, Gerechtigkeit zu üben und zu gewährleisten, dass sich derartige Vorfälle nicht wiederholen, so Lai, der auch sagte, dass künftige Generationen ihre Demokratie nicht als selbstverständlich ansehen werden, sondern wissen, dass sie das Ergebnis des Blutes und der Tränen ihrer Vorfahren ist. Er betonte, dass die Übergangsjustiz trotz aller Bemühungen eine unvollendete Aufgabe bleibt.
Lai sagte, die Regierung werde die Bevölkerung weiterhin schützen, und rief Taiwan dazu auf, seine Souveränität zu verteidigen, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederhole. Unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit oder der Frage, wer zuerst da war, sagte Lai, dass Taiwan denen gehöre, die sich damit identifizieren, und dass er hoffe, dass sich die 23 Millionen Einwohner Taiwans zusammenschließen werden, um Demokratie, Freiheit und Menschenrechte zu schützen und eine Zukunft in Wohlstand, Frieden und Stabilität zu gewährleisten.