Taipei, 26. Februar – Nach fast sieben Jahren hat das geplante vierte Flüssigerdgaswerk (LNG-Terminal) des Hsieh-Ho-Kraftwerks in Keelung die letzte Hürde der Umweltprüfung genommen. Trotz lautstarker Proteste von Umweltgruppen und chaotischen Szenen während der Sitzung wurde das Projekt heute mit Auflagen genehmigt. Das Projekt soll die Stromversorgung in Nordtaiwan stabilisieren und eine Versorgungslücke schließen.
Die Sitzung der Umweltverträglichkeitsprüfung wurde von hitzigen Debatten begleitet. Umweltgruppen warfen Taipower vor, Boden- und Grundwasserverunreinigungen verschwiegen zu haben, und forderten, die Sitzung abzubrechen. Unterstützer des Projekts betonten hingegen die Wichtigkeit der Stromversorgung und riefen dazu auf, das Verfahren fortzusetzen. Es kam zu lautstarken Auseinandersetzungen und sogar körperlichen Rangeleien, die eine vorübergehende Unterbrechung der Sitzung notwendig machten. Nach Wiederaufnahme der Sitzung berichtete Taipower über die festgestellten Verunreinigungen und erklärte, diese seien lokal begrenzt und unter Kontrolle.
Nach zwei Stunden interner Beratungen beschlossen die Umweltprüfungsmitglieder, das Projekt unter der Auflage zu genehmigen, dass Taipower die Untersuchungsdaten seit 2019 in den Abschlussbericht aufnimmt und zusätzliche Boden- und Grundwasserüberwachungen durchführt. Die Genehmigung ist ein wichtiger Schritt für die Umsetzung des Projekts, das zur Sicherstellung der Stromversorgung in Nordtaiwan beitragen soll.