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Verteidigungsministerium: Erneutes chinesisches Militärmanöver als Bedrohung für die Region

  • 26-02-2025
Verteidigungsministerium: Erneutes chinesisches Militärmanöver als Bedrohung für die Region
Screenshot von der Bekanntmachung des Verteidigungsministeriums über die heutigen Vorfälle auf der Plattform X.

Taipei, 26. Februar – China hat heute ohne Vorwarnung ein Militärmanöver etwa 74 Kilometer vor den Küsten von Taiwans südlichen Städten Kaohsiung und Pingtung gestartet. Laut Taiwans Verteidigungsministerium (MND) umfasst das Manöver Schießübungen in internationalen Schifffahrtsrouten, die kurzfristig per Funkübertragung angekündigt wurden. Das Ministerium verurteilte die Übung als „schwere Bedrohung für die Sicherheit der internationalen Luft- und Schifffahrt“ und als „offene Provokation gegen die regionale Stabilität“. Taiwan hat daraufhin Luft-, See- und Landstreitkräfte mobilisiert, um die Lage zu überwachen und die nationale Sicherheit zu gewährleisten.

Kaohsiung, ein strategisch wichtiger Handelshafen Taiwans, beherbergt den größten und geschäftigsten Hafen der Insel. Die Nähe des Manövergebiets zu dieser wichtigen Infrastruktur hat in Taiwan Besorgnis ausgelöst. Laut dem Verteidigungsministerium wurden seit dem Morgen außerdem 32 chinesische Militärflugzeuge, darunter J-11-Kampfflugzeuge und KJ-500-Aufklärungsflugzeuge, in der Taiwanstraße registriert. 22 dieser Flugzeuge überquerten die Mittellinie der Taiwanstraße und drangen in die taiwanische Luftraumüberwachungszone (ADIZ) im Norden und Südwesten ein. Diese Aktionen sind Teil eines sogenannten „gemeinsamen Kampfbereitschaftspatrouillen-Einsatzes“, der laut MND bereits mehrfach in diesem Jahr durchgeführt wurde.

Laut CNN hat China bisher nicht auf die Vorwürfe Taiwans reagiert. Das chinesische Außenministerium erklärte auf einer Pressekonferenz lediglich, dass es sich „nicht um ein diplomatisches Thema“ handele. CNN hat das chinesische Verteidigungsministerium um eine Stellungnahme gebeten, jedoch noch keine Antwort erhalten. 

China in den letzten Wochen ähnliche Schießübungen in den Gewässern zwischen Australien und Neuseeland durchgeführt, die zu Flugumleitungen führten und in beiden Ländern Besorgnis auslösten. Australische Behörden kritisierten, dass sie erst durch einen Notruf eines Piloten von den Übungen erfuhren. China wies die Kritik zurück und beschuldigte Australien, die Situation „aufzublasen“. Diese Vorfälle zeigen laut Taiwans Verteidigungsministerium, dass China zunehmend internationale Normen missachte und die größte Bedrohung für Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße sowie im gesamten Indopazifik darstelle. Taiwan betonte, dass es seine Verteidigungsfähigkeiten weiter stärken und die Lage genau beobachten werde, um die Sicherheit der Region zu gewährleisten.

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