Taipei, 04. März - Ab heute startet in Taiwan ein neues Programm zur CO₂-Registrierung. Ziel ist es, den Kampf gegen den Klimawandel zu verstärken und die Reduktion von Treibhausgasen in verschiedenen Sektoren zu fördern. Rund 500 Unternehmen aus Branchen wie Einzelhandel, öffentlicher Verkehr, Universitäten und Medizinzentren sind ab sofort verpflichtet, ihre CO₂-Emissionen zu dokumentieren. Die betroffenen Unternehmen müssen ihre Emissionen zwar melden, jedoch keine Prüfungen durchführen lassen oder CO₂-Abgaben zahlen.
Das Umweltministerium hatte bereits Ende letzten Jahres angekündigt, die CO₂-Registrierung von den bisherigen Energie- und Industriesektoren auf Wohn-, Gewerbe- und Verkehrssektoren auszuweiten. Betroffen sind nun auch Unternehmen mit hohem Energieverbrauch, darunter Einkaufszentren, Supermärkte, Hotels, Telekommunikationsbetriebe sowie Bahn- und U-Bahn-Betreiber. Ab 2026 müssen die Unternehmen ihre CO₂-Daten jährlich bis zum 30. April registrieren. Grundlage für die Einstufung sind Kriterien wie der Energieverbrauch, die Anzahl von Filialen oder Fahrzeugen sowie andere branchenspezifische Merkmale.
Das Umweltministerium betont, dass das erweiterte Programm den CO₂-Ausstoß der verschiedenen Sektoren transparenter machen und so gezielte Einsparungsmaßnahmen ermöglicht.