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TSMC investiert weitere 100 Milliarden US-Dollar in die USA

  • 04-03-2025
TSMC investiert weitere 100 Milliarden US-Dollar in die USA
Der Vorsitzende und CEO von TSMC, C. C. Wei (魏哲家), und Präsident Donald Trump gaben am 03. März im Weißen Haus gemeinsam bekannt, dass TSMC plant, weitere 100 Milliarden US-Dollar in die Herstellung fortschrittlicher Halbleiter in den USA zu investieren. (Foto: AFP)

Taipei, 4. März – Der taiwanische Halbleiterhersteller TSMC hat am Abend des 03. März gemeinsam mit dem US-Präsidenten angekündigt, seine Investitionen in den USA um 100 Milliarden US-Dollar zu erweitern. Damit steigt die Gesamtsumme der Investitionen auf 165 Milliarden US-Dollar. Die Mittel fließen in den Bau von drei neuen Chipfabriken, zwei fortschrittlichen Verpackungsanlagen und einem Forschungszentrum in Arizona. Trump erklärte, dass die weltweit leistungsstärksten KI-Chips künftig in den USA gefertigt würden und ein großer Teil der TSMC-Produktion in den USA stattfinden werde. Er fügte hinzu, dass die Investition auch dazu beitragen werde, hohe Zölle auf importierte Chips zu vermeiden.  

Die Ankündigung hat in Taiwan Besorgnis ausgelöst. Der ehemalige Präsident Ma Ying-jeou (馬英九) warnte, dass die massive Investition in den USA eine nationale Sicherheitskrise für Taiwan darstellen könnte. Er kritisierte Präsident Lai Ching-te (賴清德) dafür, dass er sich nicht ausreichend um den Schutz von TSMC kümmere, sondern sich auf innenpolitische Konflikte konzentriere. Ma äußerte die Sorge, dass TSMC durch die Verlagerung von Schlüsseltechnologien ins Ausland Taiwans geopolitische Position schwächen könnte.  

Präsident Lai Ching-te betonte hingegen, dass Taiwan und die USA über enge Kommunikationskanäle und eine starke Zusammenarbeit verfügen. Er erklärte, dass Taiwan die Kooperation mit den USA in Bereichen wie künstliche Intelligenz und fortschrittliche Halbleitertechnologien weiter vertiefen werde. Zudem werde Taiwan seine Investitionen und Einkäufe in den USA ausweiten, um das bilaterale Handelsgleichgewicht zu fördern. Lai hob hervor, dass Taiwan trotz globaler wirtschaftlicher Risiken aufgrund seiner Schlüsselrolle in der Lieferkette und der wachsenden Bedeutung neuer Technologien wie KI weiterhin wirtschaftlich profitieren werde.  

Wirtschaftsminister J.W. Kuo (郭智輝) wies ebenfalls Bedenken zurück, dass TSMCs Investitionen in den USA die Lieferkette nach Amerika verlagern könnten. Er erklärte, dass die derzeitige Investitionssumme nicht ausreiche, um die gesamte Lieferkette zu verschieben. Er betonte, dass TSMC weiterhin in Taiwan investieren werde, einschließlich der Entwicklung neuer 2-Nanometer- und 3-Nanometer-Technologien, und dass die Produktion in den USA vor allem auf lokale Kunden wie Apple, NVIDIA und Qualcomm ausgerichtet sei.  

Halbleiterexperten sehen die Investition als strategisch notwendig an, um die technologische Führungsrolle der USA im globalen Wettbewerb mit China zu sichern. Liu Pei-chen (劉佩真), Direktorin der Abteilung für Wirtschaftsdatenbanken am Taiwan Institute of Economic Research, erklärte, dass die Investition darauf abzielt, die Produktionskapazitäten für KI-Chips in den USA zu stärken und die Abhängigkeit von Importen zu verringern. Sie betonte, dass TSMC unabhängig bleibe und keine Beteiligung an Rettungsaktionen für Intel eingehe, was die technologische Eigenständigkeit des Unternehmens sichere.  

Präsidialamtssprecherin Karen Kuo (郭雅慧) erklärte, dass die Regierung die Pläne von TSMC vollständig im Blick habe. Sie betonte, dass die Regierung sicherstellen werde, dass die fortschrittlichsten Technologien und Produktionsverfahren in Taiwan bleiben. Zudem werde die Regierung die Investitionen von TSMC in den USA genau prüfen, um sowohl die Interessen des Unternehmens als auch die nationalen Interessen zu schützen.

TSMC selbst erklärte, dass die Investitionen in Taiwan unverändert bleiben und weiterhin durch die Regierung unterstützt werden. Der Ausbau der Produktionskapazitäten in Taiwan, darunter neue Fabriken in Hsinchu und Kaohsiung, sei ein zentraler Bestandteil der langfristigen Strategie des Unternehmens. Auch die Investitionen in Japan und Deutschland würden wie geplant fortgesetzt.

Am Nachmittag äußerte sich der USA-Vertreter in Taiwan, Raymond Greene. Direktor des American Instituts (AIT). Er sagte, die Ankündigung im Weißen Haus zeige die engen Verbindungen zwischen zwei der größten technologischen und wirtschaftlichen Mächte der Welt. Die Vereinigten Staaten und Taiwan seien sich gegenseitig ergänzende Volkswirtschaften, die stark von Investitionen in beide Richtungen profitieren, insbesondere im Halbleitersektor. Die Ankündigung erweiterter TSMC-Investitionen in Amerika stärke den wirtschaftlichen Wohlstand und die Sicherheit sowohl der Vereinigten Staaten als auch Taiwans und werde es TSMC ermöglichen, seine größten Kunden in Amerika besser zu bedienen, fügte Greene hinzu.

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