Taipei, 12. März - Der Leiter der Tourismusbehörde, Chou Yung-hui (周永暉), hat heute bei einer Pressekonferenz zur „Woche der Reisesicherheit“ auf die wachsenden Risiken bei Outdoor-Aktivitäten hingewiesen. Nach der Pandemie erfreuen sich Aktivitäten wie Wandern, Camping und Wassersport großer Beliebtheit, doch durch den Klimawandel verändern sich Wetter- und Meeresbedingungen in Taiwan besonders schnell. Chou betonte, dass Reisende vor allem nach Taifunen oder Erdbeben Vorsicht walten lassen sollten, da instabile Bedingungen in Berg- und Küstenregionen lebensgefährlich sein können.
Die „Woche der Reisesicherheit“, die vom 16. bis 22. März stattfindet, soll das Bewusstsein für Gefahren bei Reisen in die Natur schärfen. Taiwan gehört mit seinen 268 Bergen über 3.000 Metern Höhe und seiner Küstenlinie zu einem beliebten Ziel für Naturliebhaber. Doch die extrem schnellen Wetterumschwünge machen Aktivitäten wie Wandern, Tauchen oder Stand-Up-Paddling riskant. Die Tourismusbehörde ruft dazu auf, Wetterberichte sorgfältig zu prüfen, nach Naturkatastrophen auf Ausflüge in gefährdete Gebiete zu verzichten und stets die eigene Sicherheit an erste Stelle zu setzen. Hinzu kommt, daß man bei jeder Aktivität in der Natur auf alle Eventualitäten vorbereitet sein muß.
Zudem warnte Chou vor der Nutzung illegaler Campingplätze, die keine Sicherheitsstandards erfüllen. Derzeit gibt es in Taiwan nur 154 legale Campingplätze, aber über 1.700 illegale. Die Regierung arbeitet daran, diese zu regulieren, doch bis dahin sollten Reisende ausschließlich zertifizierte Anbieter wählen.