Taipei – 20. März 2025. In der Zukunft muss Taiwan auf den Import von Energie setzen, sagt Wu Cheng-wen (吳誠文), Minister der Kommission für Wissenschaft und Technologie (NSTC). Bis zum Jahr 2050 könnte der taiwanische Stromverbrauch über 500 Milliarden kWh liegen, auch wegen des hohen Stromverbrauchs von AI.
Nicht wenige taiwanische Tech-Unternehmen haben sich zur Verwendung von grünem Strom verpflichtet, doch Taiwan sei in der Fläche begrenzt. Auch aufgrund von Umweltschutzbestimmungen könne die Produktion von grünem Strom nicht endlos ansteigen, so Minister Wu. In der Zukunft müsse man daher auf den Import von Energie setzen. Neben fossilem Gas seien auch der Import von grünem Wasserstoff und grünem Ammoniak Zukunftsrichtungen.
Ein Sekretär des NSTC wies darauf hin, dass die Idee von einer Konferenz stamme, bei der ein deutscher Experte erwähnte, dass in Deutschland aktiv an einer Technologie zur Umwandlung von Ammoniak in Wasserstoff gearbeitet werde. Daher werde Taiwan ebenfalls Forschungen und Studien durchführen. Als Herkunftsland für grünes Ammoniak sei Australien am wahrscheinlichsten, allerdings befinde sich alles noch in der Verhandlungsphase. Er wies auch darauf hin, dass die künftigen Energieverhältnisse immer noch von den Fortschritten der neuen Technologien abhängen. Auch Atomkraft sei eine Option, wenn sie von der Gesellschaft anerkannt wird und Atommüll in Zukunft sicher behandelt werden kann.