Taipei, 26. März - Die taiwanische Regierung hat ein umfassendes Programm zur Förderung der psychischen Gesundheit gestartet. Präsident Lai Ching-te (賴清德) erklärte heute, dass das „Nationale Programm zur psychischen Widerstandsfähigkeit“ über sechs Jahre mit einem Budget von mehr als 50 Milliarden Neue Taiwan-Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) ausgestattet ist. Ziel ist es, durch die Zusammenarbeit verschiedener Ministerien ein landesweites Unterstützungsnetzwerk aufzubauen, um die psychische Gesundheit der Bevölkerung zu stärken.
Das Programm umfasst unter anderem die Ausweitung von Unterstützungsangeboten für junge und mittelalte Menschen. Seit August 2024 wurde die Altersgrenze für psychologische Hilfsprogramme von 15 bis 30 Jahren auf 15 bis 45 Jahre erhöht. Innerhalb von sechs Monaten wurden bereits über 30.000 Menschen betreut, und rund 10.000 Personen erhielten weiterführende therapeutische Unterstützung. Zudem wurde das „Gesetz zur Schülerberatung“ reformiert, um mehr Personal für psychologische Betreuung an Schulen bereitzustellen und ein umfassenderes Unterstützungsnetzwerk für Kinder und Jugendliche zu schaffen.
Präsident Lai betonte, dass psychische Gesundheit ein zentrales Element für das Wohlbefinden der Gesellschaft sei. Neben den bestehenden Maßnahmen plant die Regierung, auch für Beamte zusätzliche „psychologische Ausgleichstage“ einzuführen, um eine bessere Balance zwischen Arbeit, Lernen und Leben zu ermöglichen. Das Programm soll nicht nur die Lebensqualität der Menschen verbessern, sondern auch die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft insgesamt stärken.