Taipei, 26. März - Das Verteidigungsministerium hat heute eine Bilanz zur 2024 wiedereingeführten einjährigen Wehrpflicht gezogen. Im vergangenen Jahr wurden 6.956 Wehrpflichtige einberufen, von denen rund 14 Prozent in den freiwilligen Militärdienst wechselten. Für 2025 plant das Ministerium die Einberufung von 9.839 Personen. Präsident Lai Ching-te (賴清德) kündigte zudem letzte Woche an, die Gehälter für freiwillige Soldaten und Kampftruppen ab dem 1. April deutlich zu erhöhen, um die Attraktivität des Militärdienstes zu steigern und die nationale Verteidigung zu stärken. Trotz Kürzungen im Verteidigungshaushalt erklärte das Ministerium, dass die Ausbildung der Wehrpflichtigen, einschließlich neuer Waffensysteme wie Drohnen und Stinger-Raketen, vorerst nicht beeinträchtigt werde.
Bedenken gibt es jedoch aufgrund der Haushaltskürzungen, die wesentliche Bereiche wie Treibstoffkosten und den regulären Betrieb der Einheiten betreffen könnten. Das Verteidigungsministerium betonte, dass diese Einschnitte langfristig die militärische Einsatzbereitschaft beeinträchtigen könnten, obwohl die Ausbildung der Wehrpflichtigen aktuell nicht gefährdet sei. Das Ministerium erklärte, man werde weiterhin an der Optimierung der Wehrpflicht und der Reservekapazitäten arbeiten, um die nationale Sicherheit zu gewährleisten.