Taipei – 28. März 2025. Der ehemalige japanische Wirtschaftsminister Akira Amari hat sich heute auf dem "Taiwan-Japan Future Technology Forum" zur Halbleiterindustrie geäußert. Er sagte, ein einzelnes Unternehmen wie TSMC könne den weltweiten Bedarf an Chips nicht allein decken. Deshalb habe Japan Rapidus gegründet, ein Unternehmen zur Entwicklung und Produktion modernster Halbleiter.
Zwar sei gegenwärtig nur TSMC in der Lage, die fortschrittlichsten Chips herzustellen, doch berge die Abhängigkeit von einem einzigen Hersteller erhebliche Risiken. Japan wolle mit Rapidus eine zweite starke Säule neben TSMC schaffen, um eine stabile Versorgung zu gewährleisten. Nur durch internationale Kooperation lasse sich eine stabile Lieferkette sicherstellen.
Weiterhin verwies Amari auf Taiwans begrenzte Energiekapazitäten. Japan könnte jedoch durch die Wiederinbetriebnahme stillgelegter Kernkraftwerke zusätzliche Kapazitäten bereitstellen und so gemeinsam mit Taiwan die Halbleiterproduktion langfristig absichern.
Abschließend sprach Amari die Produktionsbedingungen der TSMC-Fabrik in Arizona an. Die hohe Fertigungsqualität sei den taiwanischen Ingenieuren zu verdanken. Sollte die US-Regierung darauf bestehen, amerikanische Arbeitskräfte einzusetzen, könne dies zu Problemen führen.