Taipei – 31. März 2025. Das Rote Kreuz Taiwan hat angekündigt, 50.000 US-Dollar zur Unterstützung der Erdbebenhilfe in Myanmar zu spenden. Die Mittel sollen für Soforthilfe- und Rettungsmaßnahmen des Myanmarschen Roten Kreuzes sowie der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) eingesetzt werden. Auch andere taiwanische Hilfsorganisationen planen Unterstützung für das Katastrophengebiet.
Das Erdbeben der Stärke 7,7 und mehrere Nachbeben haben die myanmarische Hauptstadt Naypyidaw sowie die zentralen Regionen Mandalay, Sagaing, Magway, Bago und den Nordosten des Shan-Staats schwer getroffen. Auch in China und Thailand wurden Auswirkungen registriert.
Nach Angaben des Myanmarischen Roten Kreuzes sind rund 50.000 Familien betroffen. Geplant ist, 10.000 bis 20.000 dieser Haushalte mit Soforthilfe und Wiederaufbaumaßnahmen zu unterstützen. Experten warnen zudem vor Gesundheitsrisiken, da die Infrastruktur, einschließlich Krankenhäuser und Wasserversorgung, erheblich beschädigt wurde.
Auch buddhistische Hilfsorganisationen haben Hilfe zugesagt. Die Regionalvertretung des Fo-Guang-Shan-Klosters für Singapur, Malaysia, Thailand und Indien plant den Kauf von Hilfsgütern im Wert von 140.000 Malaysischen Ringgit (rund 31.500 US-Dollar) für 1.000 betroffene Familien nahe Mandalay. Das Hauptkloster hat zusätzlich 30.000 US-Dollar für die Katastrophenhilfe bereitgestellt. Das buddhistische Dharma-Drum-Mountain-Kloster aus Taiwan will ein Team entsenden, um die dringendsten Bedürfnisse vor Ort zu ermitteln und Hilfsgüter bereitzustellen.
Laut den jüngsten offiziellen Zahlen aus Myanmar sind durch das Erdbeben bislang etwa 1.700 Menschen ums Leben gekommen, 3.400 wurden verletzt und mehr als 300 gelten als vermisst. Die Behörden rechnen in den kommenden Wochen mit einem weiteren Anstieg der Opferzahlen.