Taipei – 1. April 2025. Die Nationale Allianz für Frauen und Kinder (National Alliance of Women and Children Organization) hat am Dienstag auf einer Pressekonferenz die Regierung aufgefordert, ein Ministerium für Kinder und Familien einzurichten, um Politik und Ressourcen besser zu bündeln und die Rechte der Kinder zu schützen.
Die Organisation beschrieb die Krise, in der sich Kinder heute befinden, mit „Kinder werden nicht geboren, überleben nicht, werden nicht versorgt, lächeln nicht und haben keine Zukunft“. Laut Chieh Hui-chen (解慧珍), der Organisatorin des Treffens, soll nicht nur eine eigene Abteilung für Kinder und Familien eingerichtet werden, sondern die Regierung auch aufgefordert werden, eine kinderfreundliche Arbeitsplatzpolitik zu fördern.
Die stellvertretende Generalsekretärin der Mothers Shield Allianz, Tan Hsin-ai (單信愛), sagt, dass die Kindersterblichkeit und die Selbstmordrate in Taiwan gestiegen sind. Die Sterblichkeitsrate für Kinder unter fünf Jahren lag im Jahr 2020 bei 4,3 % und stieg bis 2022 auf 5,0 %. Eine Analyse der Behörde für Gesundheitsförderung ergab, dass 35 % aller Todesfälle bei Kindern zwischen 2022 und 2023 auf vermeidbare Ursachen zurückzuführen sind. Die Geschäftsführerin von Momday, Kate Chen (陳渝淇), fügt hinzu, dass die Statistiken des Arbeitsministeriums zeigen, dass die durchschnittliche Elternzeit pro Kind im Jahr 2020 nur 7,7 Monate betrug und dass Kinder abwesender Eltern anfällig für Schikanen seien.
Der Geschäftsführer des Nationalen Verbandes für Kinder und Familie, Louis Chou (周明湧), sagt, dass seit der Abschaffung des Kinderbüros des Innenministeriums im Jahr 2013 die Kinderpolitik Taiwans über verschiedene Ministerien und Kommissionen verstreut ist. Er unterstreicht die Notwendigkeit einer zentralen Abteilung, die alle kinderbezogenen Ressourcen bündelt.