Taipei – 4. April 2025. Ein Jahr nach dem schweren Erdbeben in Osttaiwan sind Teile des Taroko-Nationalparks im osttaiwanischen Landkreis Hualien wieder für Besucher zugänglich. Wie Taiwans Innenministerium mitteilte, wurden jene Bereiche freigegeben, die inzwischen als geologisch stabil gelten. Neben Wanderungen und Freizeitaktivitäten sind auch Konzerte und Umweltbildungsprogramme geplant, um die angeschlagene Tourismuswirtschaft der Region neu zu beleben.
Das Erdbeben vom 3. April 2024 hatte eine Stärke von 7,2 auf der Richterskala und war das stärkste in Taiwan seit dem verheerenden „921-Erdbeben“ im Jahr 1999, das mit einer Stärke von 7,3 in die Geschichte einging. Die Katastrophe im vergangenen Jahr forderte 18 Todesopfer, verletzte über 1.100 Menschen und traf vor allem die Tourismusbranche in Hualien schwer – ein zentrales wirtschaftliches Standbein der Region.
Zu den nun wieder zugänglichen Gebieten zählen laut Ministerium das Besucherzentrum von Taroko sowie mehrere Areale westlich der Gemeinde Sibao (西寶), darunter die Gemeinde Luoshao (洛韶) sowie die Naherholungsgebiete Guanyuan (關原) und Siaofongkou (小風口). Auch die Taroko-Terrasse und das beliebte Erholungsgebiet Tianxiang (天祥) wurden vollständig wiederhergestellt.
Darüber hinaus stehen die Wiedereröffnungen weiterer Wanderwege und Ausflugsziele kurz bevor. Die Reparaturarbeiten an den Wanderwegen Dekalun (得卡倫步道) und Dali-Datong (大禮大同步道) sowie an den Erholungsgebieten Chongde (崇德) und Dacingshui (大清水) sollen in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen sein.
Für den Wiederaufbau wurden im vergangenen Jahr rund drei Milliarden Neue Taiwan-Dollar (umgerechnet etwa 90 Millionen US-Dollar) bereitgestellt. Vieles ist jedoch noch zu tun – ein großer Teil der Schäden muss weiterhin beseitigt werden.