Taipei – 7.4.2025 - Die Außenminister der G7-Staaten haben ihre tiefe Besorgnis über die jüngsten Militärübungen der chinesischen Volksbefreiungsarmee rund um Taiwan geäußert.
In der Erklärung heißt es laut einer heute auf der Website des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland veröffentlichten Pressemitteilung: "Wir, die G7-Außenministerinnen und -minister Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Japans, Kanadas, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten von Amerika sowie die Hohe Vertreterin der Europäischen Union, äußern unsere tiefe Besorgnis angesichts Chinas provozierender Handlungen, insbesondere die jüngsten groß angelegten Militärübungen rund um Taiwan.
Diese immer häufiger auftretenden und destabilisierenden Aktivitäten verschärfen die Spannungen zwischen beiden Seiten der Taiwanstraße und gefährden die globale Sicherheit und den weltweiten Wohlstand.
Die G7-Mitglieder und die internationale Gemeinschaft insgesamt haben ein Interesse an der Wahrung von Frieden und Stabilität in der gesamten Taiwanstraße. Wir lehnen sämtliche einseitigen Handlungen ab, die diesen Frieden und diese Stabilität, auch durch die Anwendung von Gewalt oder Zwang, bedrohen.
Die G7-Mitglieder ermutigen weiterhin zu einer friedlichen Lösung von Problemen durch einen konstruktiven Dialog zwischen beiden Seiten der Taiwanstraße."
Chinas Streitkräfte haben am 1. und 2. April großangelegte Militärübungen in den Gewässern rund um Taiwan durchgeführt. China bezeichnete dieses zweitägige Manöver als ernste Warnung an "separatistische Kräfte Taiwans".
Laut Taiwans Außenministerium haben bereits Regierungsstellen oder ranghohe Beamte der USA, der EU, Japan, dem Vereinigten Königreich, Kanada, Australien, Neuseeland, Deutschland, Südkorea und Schweden ihre Besorgnis geäußert.
Außenamtssprecher Hsiao Kuang-wei (蕭光偉) sagte heute: "Die erneute Bekräftigung und Unterstützung der Bedeutung von Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße spiegelt auch den internationalen Konsens in der Region wider."
Gemäß Taiwans Außenministerium hätten die Länder der Welt inzwischen auch klar erkannt, dass China der "Unruhestifter" in der internationalen Gemeinschaft sei und versuche, den Status quo zu verändern. Taiwan werde als verantwortungsvolles Mitglied der internationalen Gemeinschaft weiterhin mit demokratischen Partnern zusammenarbeiten, um gemeinsam Frieden, Stabilität und Wohlstand in der Region und in der Taiwanstraße zu gewährleisten.