Taipei – 8. April 2025 Präsident Lai Ching-te (賴清德) erklärte am Montag, dass die taiwanische Regierung plane, ihre Waffenkäufe in den USA auszuweiten, um den Handel zwischen beiden Seiten auszugleichen. Damit reagierte Taiwans Präsident auf US-Präsident Trumps Ankündigung seines Zollpaketes in der vergangenen Woche, wodurch Taiwan wahrscheinlich mit einem Zoll von 32 % auf seine Exporte in die USA konfrontiert wird.
Am Dienstag erklärte Verteidigungsminister Wellington Koo (顧立雄), dass der Präsident die Regierung angewiesen habe, die Verteidigungsausgaben auf 3 % des BIP zu erhöhen. Er erwähnte, dass das Verteidigungsministerium eine Liste von Waffenkäufen aus den USA vorbereitet hat, um den Handel zwischen Taiwan und den USA auszugleichen.
Koo fügte hinzu, dass sein Ministerium eine umfassende Kommunikation mit der US-Regierung führen werde, wobei vier Schlüsselthemen im Vordergrund stünden: Aufbau von Fähigkeiten zur asymmetrischen Kriegsführung, Erhöhung der defensiven Widerstandsfähigkeit, Verbesserung der Reservekommandofähigkeiten und Reaktion auf Grauzonentaktiken.
Koo führte weiter aus, dass sich das Ministerium auf drei Bereiche konzentrieren werde, um die Militärausgaben zu erhöhen: Personal, betriebliche Wartung und militärische Investitionen. Er erläuterte, dass die militärischen Investitionen Waffenkäufe, Unternehmensübernahmen und die Stärkung der heimischen Fertigungsindustrie umfassen werden. Er wies auch darauf hin, dass der Prozentsatz der militärischen Investitionen voraussichtlich steigen wird, wenn die Regierung zusätzliche Mittel bereitstellt.