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Taiwan stößt Zollverhandlungen mit den USA an

  • 11-04-2025
Taiwan stößt Zollverhandlungen mit den USA an
Präsident Lai Ching-te (賴清德) in Taichung. (Foto: CNA)

Taipei, 11. April 2025 – Als Reaktion auf die von Donald Trump angekündigten neuen US-Strafzölle hat Taiwans Regierung Gegenmaßnahmen eingeleitet und den direkten Austausch mit der Industrie gesucht. Premierminister Cho Jung-tai (卓榮泰) führte am 10. April erste Gespräche mit Vertretern der  Techbranche in Taoyuan. Am Folgetag reiste Präsident Lai Ching-te (賴清德) nach Taichung, wo er sich mit über 20 Unternehmen aus dem lokalen Industriepark über Sorgen, Erwartungen und Lösungsansätze austauschte. 

Am 4. April – einen Tag nach Trumps offizieller Ankündigung – legte Premier Cho ein erstes industriepolitisches Unterstützungspaket vor. Lai selbst sprach am 5. und 6. April mit Branchenvertretern und stellte in einer Videobotschaft fünf Strategien zur wirtschaftspolitischen Reaktion vor. 

Taiwans Regierung will die bilateralen Handelsbeziehungen mit den USA neu gestalten und strebt ein Handelsabkommen nach nordamerikanischem Vorbild an. Langfristig soll so ein schrittweiser Abbau von Zöllen erreicht werden. Parallel dazu plant die Regierung gezielte Käufe von US-Produkten, etwa in den Bereichen Energie, Industrie und Landwirtschaft. 

Auch Investitionen in den USA sollen verstärkt werden. Insbesondere Unternehmen der Maschinenbau- und Werkzeugmaschinenindustrie in Taichung könnten, so Lai, zur Reindustrialisierung der Vereinigten Staaten beitragen. Taiwan erhoffe sich im Gegenzug eine stärkere Präsenz auf dem US-Markt.

Die Vorschläge Taiwans seien der US-Regierung bereits übermittelt worden und erste Reaktionen seien positiv ausgefallen, sagte Lai. Taiwan stehe auf der vorrangigen Liste künftiger Verhandlungspartner, und man wolle gut vorbereitet in die Gespräche gehen, um die Interessen der heimischen Wirtschaft zu schützen.

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