Taipei, 16. April - Wirtschaftsminister J.W. Kuo (郭智輝) erklärte heute, dass die Regierung streng gegen Verstöße vorgehen werde, in denen chinesische Produkte über Taiwan in die USA gelangen. Dies sei wichtig, um das Vertrauen der USA in Taiwan bei Handelsverhandlungen zu sichern. Das Wirtschaftsministerium hat entsprechend vier Maßnahmen angekündigt: die Überwachung von Importmengen, strengere Strafen, verstärkte Antidumping-Untersuchungen und mehr Aufklärung für Unternehmen. Bei Verstößen drohen Strafen von bis zu drei Millionen Taiwan-Dollar (etwa 92.000 US-Dollar).
Die Maßnahmen richten sich vor allem an Branchen wie die Werkzeugmaschinen- und Befestigungsmittelindustrie, da diese oft Materialien aus China importieren und in Taiwan weiterverarbeiten. Kuo betonte, dass die Regierung eng mit den USA zusammenarbeiten werde, um mögliche Risiken durch neue Zölle auf taiwanische Halbleiterprodukte zu minimieren. Dabei sollen die enge Partnerschaft zwischen der taiwanischen Halbleiterindustrie und US-Kunden sowie die gegenseitigen Vorteile hervorgehoben werden.
Zusätzlich plant Taiwan, die Verhandlungen durch die Unterstützung von US-Kunden und Unternehmen zu stärken. Kuo erklärte, dass die Regierung umfassende Informationen über die taiwanische Industrie bereitstellen werde, um die Verhandlungsposition zu verbessern. Gleichzeitig versprach er, die Auswirkungen von US-Zöllen auf taiwanische Unternehmen genau zu beobachten und bei Bedarf Hilfsmaßnahmen einzuleiten. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit Taiwans zu sichern und das Vertrauen der Handelspartner zu stärken.