Taipei – 21.4.2025 – Die Kundgebung am Tag der Arbeit steht in diesem Jahr unter dem Motto "Gegen Mobbing, für Sicherheit". Das von dutzenden Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen gebildete "Bündnis 1. Mai" kündigte dies heute in einer Pressekonferenz an. Die Regierung sollte den Hauptanliegen der Arbeitnehmer Beachtung schenken, darunter Bekämpfung von Mobbing, Arbeitszeitverkürzung, mehr gesetzliche Feiertage und bessere soziale Sicherheit im Alter.
Der Vorsitzende des Industriegewerkschaftsbundes, Tai Kuo-jung (戴國榮), sagte auf der heutigen Pressekonferenz, die Forderungen der diesjährigen Großkundgebung am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, umfassten mehr Tage Sonderurlaub und schrittweise Einführung der Vier-Tage-Woche, Verbesserung des Rentensystems, Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns und das Recht auf Gewerkschaftsbildung für Lehrkräfte und befristet Beschäftigte: "Was die drei grundlegenden Rechte von Arbeitnehmern betrifft, fordern wir, dass Lehrkräften diese Rechte voll gewährt werden. Das Gewerkschaftsgesetz soll auch für Lehrkräfte und befristet Beschäftigte gelten. Sie sollen das Recht zur Bildung einer Gewerkschaft haben und Führung von Tarifverhandlungen haben. Außerdem muss bei börsennotierten Unternehmen die Einbeziehung von Arbeitnehmervertretern in den Vorstand gewährleistet werden, um Mitbestimmung im Unternehmen zu verwirklichen."
Der Vorsitzende der Gewerkschaftsallianz "Taiwan Workers United", Ho Cheng-chia (何政家), sagte, das Kabinett habe angesichts der Zollpolitik der US-Regierung den Unternehmen finanzielle Unterstützung zugesagt. Dies seien Steuergelder und es müsse gewährleistet werden, dass Unternehmen im Gegenzug keine Entlassungen vornehmen oder unrechtmäßig unbezahlten Zwangsurlaub verhängen. Man müsse vermeiden, dass Unternehmen einerseits staatliche Subventionen erhielten und andererseits Entlassungen durchführten, wie es während der Zeit der Pandemie geschehen sei.
Chen Yu-feng (陳玉鳳), Beraterin der Gewerkschaft für Medizinische und Pflegeberufe zufolge seien Pflegekräfte hohem Druck bei geringer Wertschätzung ausgesetzt. Sie forderte verpflichtende Bestimmung für das Verhältnis von Pflegekräften zu Patienten in den drei Schichten, um die Arbeitszeiten zu verringern. Zudem müsse die Regierung die Einhaltung des Arbeitsrechts durch medizinische Einrichtungen genau überwachen und Gehälter und Leistungen verbessern.