Taipei – 21.4.2025 – Taiwan bekundet aufrichtige Anteilnahme zum Tod von Papst Franziskus. Präsident Lai Ching-te (賴清德) habe die Nachricht über den Tod von Papst Franziskus mit Betroffenheit und Trauer aufgenommen, so die Sprecherin des Präsidialamts, Karen Kuo (郭雅慧). Präsident Lai Ching-te habe dem Heiligen Stuhl im Namen der Regierung und der Bevölkerung aufrichtige Anteilnahme und tief empfundenes Beileid übermittelt.
Die Sprecherin von Taiwans Präsidialamt, Karen Kuo, sagte, der Präsident sei dankbar für die freundschaftlichen und engen Beziehungen während des Pontifikats von Papst Franziskus zu Taiwan. Papst Franziskus habe sich besonders für soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, und für Migranten, von Kinderarbeit betroffene Kinder und von Gewalt betroffene Frauen engagiert. Sein Eintreten für globalen Frieden habe weltweit einen bedeutenden Einfluss auf die menschliche Zivilisation ausgeübt. Der Tod von Papst Franziskus sei ein Verlust für die internationale Gemeinschaft.
Taiwan werde die Zusammenarbeit mit dem Heiligen Stuhl und der katholischen Kirche im Bereich der humanitären Hilfe weiter vertiefen und die freundschaftlichen Beziehungen zum Vatikan weiter festigen. Das Präsidialamt und das Kabinett werden ihre Flagge zum Ausdruck der Trauer der Regierung und der Bevölkerung zwei Tage auf Halbmast setzen.
Wie Taiwans Außenministerium heute in einer Stellungnahme mitteilte, habe Präsident Lai Ching-te nach Bekanntgabe des Todes von Papst Franziskus umgehend die Botschaft der Republik China (Taiwan) beim Heiligen Stuhl angewiesen, ein Beileidsschreiben zu übermitteln, in dem das tiefe Mitgefühl des Volkes und der Regierung Taiwans zum Ausdruck gebracht wird.
Außenminister Lin Chia-lung (林佳龍) übermittelte zudem unverzüglich das Beileid Taiwans an Monsignore Stefano Mazzotti, dem Geschäftsträger der Apostolischen Nuntiatur in Taiwan. Das Außenministerium sprach außerdem dem Vorsitzenden der katholischen regionalen Bischofskonferenz Taiwans, John Lee Keh-Mien (李克勉), sein Mitgefühl aus.
Angesichts der tiefen diplomatischen Verbundenheit zwischen Taiwan und dem Heiligen Stuhl und um das aufrichtige Beileid des taiwanischen Volkes, der katholischen Gläubigen Taiwans sowie der Regierung zum Ausdruck zu bringen, werde Taiwan hochrangige Vertreter als Sondergesandte zur Teilnahme an der Beisetzung von Papst Franziskus entsenden. Zudem werden führende Regierungsvertreter an einer Gedenkmesse der Apostolischen Nuntiatur in Taiwan teilnehmen.
Während seines Pontifikats von 2013 bis 2025 habe Papst Franziskus nach dem schweren Erdbeben in Hualien sein Mitgefühl mit den Verletzten bekundet und für die Opfer der Katastrophe gebetet. Er habe sich sehr um die katholische Kirche in Taiwan gekümmert und mehrere taiwanische Bischöfe ernannt. Neben dem Empfang zahlreicher Sondergesandter des Präsidenten, die zu wichtigen Zeremonien in den Vatikan reisten, pflegte Papst Franziskus auch herzliche Kontakte und regen Austausch mit interreligiösen Gruppen Taiwans. Seine Demut und seine tiefe Sorge für die gesamte Menschheit, insbesondere sein unermüdliches Streben nach Weltfrieden, blieben bei Taiwans Bevölkerung und Regierung unvergessen.
Taiwan werde in Zukunft seine Zusammenarbeit mit dem Heiligen Stuhl und der katholischen Kirche im Bereich humanitärer Hilfe weiter fördern, sein möglichstes für Frieden in der Welt tun und die demokratischen Werte der Menschheit stärken, und damit die langjährige diplomatische Partnerschaft mit dem Heiligen Stuhl auf der Grundlage gemeinsamer Ideale weiter vertiefen
Wie der Vatikan mitteilte, ist Papst Franziskus heute im Alter von 88 Jahren gestorben.