Taipei – 24. April 2025. In Reaktion auf die Einfuhrzölle der USA will Taiwan über den Abbau von Handelshindernissen verhandeln. Das hat Sorgen in der taiwanischen Land- und Viehwirtschaft ausgelöst, denn die von den USA kritisierten “nicht-tariflichen Handelshemmnisse” beinhalten die Kennzeichnung von US-amerikanischem Schweinefleisch sowie gentechnischen veränderten Sojabohnen in Schulen.
Während einer Sitzung des Parlamentsauschusses für Soziales, Umwelt und Gesundheit äußerten sich am Donnerstag mehrere Minister zu dem Thema. Gesundheitsminister Chiu Tai-yuan (邱泰源) sagte, man werde auch im Falle einer Abschaffung der Zölle auf Schwein- und Rindprodukte an den vier Prinzipien “Lebensmittelsicherheit geht vor, wissenschaftliche Analyse, internationale Standards und Marktinspektionen” festhalten.
Die Vizeministerin des Landwirtschaftsministeriums Wen-Jane Tu (杜文珍) sagte, im Hinblick auf importiertes Rind- und Schweinefleisch habe sich der Inlandsmarkt klar positioniert und auch seine Produktionsleistung und sein nachhaltiges Management gestärkt. Zum Beispiel werden derzeit US-Schweine und US-Rinder hauptsächlich im Catering verwendet; US-Schweineimporte würden weniger als 1 % des gesamten Schweinefleischmarktes ausmachen. Sie wies auch darauf hin, dass die laufenden Handelsverhandlungen über Zölle und Beschaffungslisten zwar begonnen hätten, der tatsächliche Inhalt aber noch festgelegt werden müsse.