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Taiwan verbessert Platzierung im globalen Pressefreiheitsranking

  • 02-05-2025
Taiwan verbessert Platzierung im globalen Pressefreiheitsranking
Taiwan hat sich im weltweiten Ranking der Pressefreiheit weiter nach oben gearbeitet und belegt im Jahr 2025 laut Reporter ohne Grenzen (RSF) den 24. Platz von 180 bewerteten Ländern und Regionen. (Bild: RSF)

Taipei – 2. Mai 2025. Taiwan hat sich im weltweiten Ranking der Pressefreiheit weiter nach oben gearbeitet und belegt im Jahr 2025 laut Reporter ohne Grenzen (RSF) den 24. Platz von 180 bewerteten Ländern und Regionen. Damit liegt Taiwan auf Rang zwei im asiatisch-pazifischen Raum und ist Spitzenreiter in Ostasien – ein Anstieg um drei Plätze im Vergleich zum Vorjahr.

Der Fortschritt sei jedoch weniger auf eigene Verbesserungen als auf Rückschritte in anderen Staaten zurückzuführen, erklärte Aleksandra Bielakowska, Advocacy-Managerin im Asien-Pazifik-Büro von RSF und Vorsitzende des RSF-Chapters in Taipei. Der Bewertungsscore Taiwans sei mit 77,04 nahezu unverändert geblieben. Positiv hob sie hervor, dass laut Digital News Report des Reuters Institute das Vertrauen der Bevölkerung in die Medien in Taiwan zwischen 2020 und 2024 von 24 auf 33 Prozent gestiegen ist – eine international seltene Entwicklung.

Trotzdem äußerte Bielakowska Kritik an einem Vorfall vom November 2024, als der öffentlich finanzierte englischsprachige Sender TaiwanPlus einen Bericht entfernte, der Donald Trump als „verurteilten Straftäter“ bezeichnete. Das Kulturministerium hatte damals die „Objektivität“ des Beitrags infrage gestellt, woraufhin die Redaktion den Beitrag löschte. Bielakowska bezeichnete diesen Eingriff als „selten, aber besorgniserregend“.

Gleichzeitig verschlechterte sich die Lage in vielen anderen Ländern deutlich. In 112 von 180 bewerteten Staaten – also über 60 Prozent – sanken die Punktzahlen. Laut RSF rutschte der weltweite Durchschnitt erstmals seit Einführung des Index im Jahr 2002 in die zweittiefste Kategorie „schwierig“. Ursachen seien vor allem wirtschaftliche Zwänge, etwa durch Medienkonzentration, Abhängigkeit von Anzeigenkunden und intransparente öffentliche Fördermittel.

Besonders alarmierend ist die Entwicklung in Hongkong, das im Ranking auf Platz 140 fiel – fünf Ränge schlechter als im Vorjahr – und einen neuen Tiefstwert von 39,86 Punkten erreichte. Die Arbeitsbedingungen für Journalistinnen und Journalisten dort würden zunehmend untragbar, so Bielakowska. Immer häufiger komme es zu staatlichem Druck und sogar Anklagen wegen angeblicher Volksverhetzung.

Angeführt wird das Ranking erneut von Norwegen, gefolgt von Estland und den Niederlanden. Auf den letzten Plätzen liegen China (178), Nordkorea (179) und Eritrea (180).

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