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Premierminister und Zentralbank äußern sich zu Spekulationen über Taiwan-Dollar-Schwankungen

  • 06-05-2025
Premierminister und Zentralbank äußern sich zu Spekulationen über Taiwan-Dollar-Schwankungen
Premierminister Cho Jung-tai (Foto: CNA)

Taipei – 6. Mai 2025. Premierminister Cho Jung-tai (卓榮泰) erklärte am Dienstag, dass Taiwan kein Land sei, das die Währung manipuliere. Er fügte hinzu, dass gegen jede illegale Aktivität, die den Wechselkurs beeinflusse, streng vorgegangen werde.

Damit reagierte der Premierminister auf die Spekulationen über die jüngsten starken Schwankungen des Wechselkurses des Neuen Taiwan-Dollar (NTD), die mit den Zollverhandlungen zwischen den USA und Taiwan zusammenfielen. 

Der Neue Taiwandollar ist in den letzten Tagen gegenüber dem US-Dollar deutlich gestiegen und hat fast 2 NT$ zugelegt. Der Wechselkurs kletterte von NT$32,017 am 30. April auf einen Höchststand von NT$29,5 am 5. Mai, bevor er am 6. Mai aufgrund von Interventionen der Zentralbank auf über NT$30 zurückging.

Der Direktor der taiwanischen Zentralbank, Yang Chin-long (楊金龍), gab am Montag eine Pressekonferenz, auf der er erklärte, dass die Markterwartungen zu übermäßigen Schwankungen des Taiwan-Dollar geführt hätten. Yang bezeichnete die Situation als „abnormal“ und hofft, dass die Unregelmäßigkeiten hier ein Ende finden werden, und signalisierte, dass die Zentralbank ihre Bemühungen zur Stabilisierung der Währung verstärken werde.

Medienberichte, in denen behauptet wird, das Mar-a-Lago-Abkommen habe die NTD-Aufwertung verursacht, seien „absolut unwahr“. Er fügte hinzu, dass die Zentralbank nicht an den amerikanisch-taiwanischen Handelsverhandlungen teilgenommen habe.

Premierminister Cho reagierte in einem Interview am Dienstag auch auf Spekulationen, dass Taiwan Währungsschwankungen nutzen könnte, um in den laufenden Zollverhandlungen zwischen den USA und Taiwan ein Druckmittel einzusetzen. Er sagte, die Gespräche mit den USA in der vergangenen Woche seien reibungslos verlaufen. Er betont, dass die Wechselkursfrage bei den Gesprächen und Verhandlungen keine Rolle gespielt habe. 

Cho sagte, die Zentralbank und die Finanzinstitute seien angewiesen worden, die Kontrollen gegen illegales Verhalten auf dem Devisenmarkt strikt durchzusetzen. Er hofft, dass die Marktmechanismen die Wechselkurse schnell stabilisieren werden und fordert die Öffentlichkeit auf, ruhig zu bleiben und Vertrauen in Taiwans Wirtschaft zu haben.
 

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