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Taiwan hofft, dass Präsident Lai Ching-te Amtseinführung des neuen Papstes beiwohnen darf

  • 08-05-2025
Taiwan hofft, dass Präsident Lai Ching-te Amtseinführung des neuen Papstes beiwohnen darf
Stellvertretender Außenminister Chen Ming-chi (陳明祺) sagte am heutigen Donnerstag, man sei derzeit in engen Kontakt mit dem Heiligen Stuhl. (Foto: CNA)

Taipei – 8. Mai 2025. Das taiwanische Außenministerium hat angekündigt, sich nach ganzen Kräften darum zu bemühen, dass Präsident Lai Ching-te zur Amtseinführung des neuen Papstes in den Vatikan reisen darf.

Stellvertretender Außenminister Chen Ming-chi (陳明祺) sagte am heutigen Donnerstag, man sei derzeit in engen Kontakt mit dem Heiligen Stuhl. Man hoffe, dass man mit der Anwesenheit von Präsident Lai Ching-te ein Zeichen für die Bedeutung der Taiwanisch-Vatikanischen Beziehungen setzen könne. 

Zur Beerdigung von Papst Franziskus war der ehemaligen Vizepräsident Chen Chien-jen (陳建仁) angereist. Einige Parlamentsabgeordnete hatte das zu der Frage veranlasst, ob die Abwesenheit Lai Ching-tes einen Verstoß gegen das Protokoll und die freundschaftlichen Beziehungen darstelle. Chin Ming-chi betonte, dass Chen Chien-jen und der verstorbene Papst Franziskus eine tiefe Beziehung zueinander hatten. So habe Chen Chien-jen sechs Mal eine Audienz bei ihm gehabt und sei 2021 zu einem Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften gewählt worden. Präsident Lai Ching-te habe aufgrund seines Zeitplans nicht an der Beerdigung teilgenommen.

2005 hatte der damalige Präsident Chen Shui-bian an der Beerdigung von Papst Johannes Paul II teilgenommen, nicht jedoch an der Amtseinführung von Papst Benedikt XVI. Nach dessen Rücktritt nahm der damalige Präsident Ma Ying-jeou 2013 an der Amtseinführung von Papst Franziskus teil.

Der Heilige Stuhl unterhält offizielle diplomatische Beziehungen zur Republik China (Taiwan), doch während des Pontifikats von Papst Franziskus haben sich die Beziehungen des Vatikans zu China verbessert. 2018 unterzeichneten China und der Vatikan ein provisorisches Abkommen über die Ernennung chinesischer Bischöfe, das dreimal verlängert wurde.

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