Taipei – 8. Mai 2025. In einem Exklusivinterview mit dem Wealth Magazine hat Präsident Lai Ching-te gesagt, er habe keine andere Wahl gehabt, als China als feindliche ausländische Kraft im Sinne des Anti-Infiltrationsgesetzes zu definieren.
Im März hatte er die Designation vorgenommen und 17 Strategien zur Bewältigung von Sicherheitsbedrohungen angekündigt. Im Interview mit Wealth Magazine erklärte er, dass obwohl Taiwan und China enge wirtschaftliche Beziehungen pflegen, er diesen Schritt gehen musste, um nationale Sicherheit, soziale Stabilität und langfristigen Frieden für die Menschen Taiwans sicherzustellen. China schließe eine gewaltsame Einnahme Taiwans nicht aus und die chinesischen Einschüchterungstaktiken und “Einheitsfront”-Taktiken würden sich derzeit intensivieren.
Im Bezug auf die US-Zölle betonte Lai, dass US-Präsident Donald Trump sich vor allem um das Handelsdefizit sorgt – man werde dieses Thema daher in den Verhandlungen priorisieren. Taiwan sei bereit, das Defizit durch Beschaffung und Investitionen in den Bereichen Öl, LNG, Industriegeräten, Flugzeugen und Rüstungsgütern aufzulösen, so Lai. Der taiwanische Präsident sagte auch, dass es Taiwan derzeit an grünem Strom mangele. In Zukunft sei es wichtig, diverse grüne Energiequellen zu entwickeln. Außerdem habe die Regierung die Implementierungen von fortgeschrittener Nukleartechnologie in der Zukunft nicht ausgeschlossen, sofern diese nachweislich sicherer und effizienter werde.