Taipei, 14. Mai - Am 18. Mai findet in Taiwan der „Internationale Museumstag“ mit zahlreichen Veranstaltungen in Museen im ganzen Land statt. Unter dem Motto „Ein Blick in die Zukunft der Museen in einer sich rasch wandelnden Gesellschaft“ stellen Institutionen wie das Nationale Palastmuseum und das Nationale Historische Museum digitale Innovationen in den Vordergrund. Mit Technologien wie Virtual und Augmented Reality (VR und AR) sollen Besucher die kulturelle Vielfalt und die Zukunft der Museen auf neue Weise erleben.
Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der Verbindung von Kultur und moderner Technologie. So hat das Nationale Historische Museum beispielsweise eine Bronze-Kunstfigur in einen animierten Charakter verwandelt, der Besucher durch eine immersive VR-Schatzsuche führt. Diese interaktiven, erfahrungsorientierten Ansätze sollen vor allem jüngere Menschen ansprechen und zeigen, wie Museen nicht nur historische Schätze bewahren, sondern auch als Plattform für Innovation und Bildung dienen können.
Kulturminister Li Yuan (李遠) betonte bei der heutigen Pressekonferenz, wie wichtig Museen für die Vermittlung von Wissen und Kultur seien. Er erklärte, dass Museen als Sammelpunkt für menschliche Zivilisation und Weisheit dienen und dazu anregen, über das Leben und die eigene Geschichte nachzudenken. Um junge Menschen stärker einzubeziehen, werden spezielle Programme und Belohnungen für Jugendliche angeboten.
Zusätzlich lobte Li Yuan die Fortschritte des Palastmuseums und des Museums für prähistorische Kultur, die durch digitale Archivierung und innovative Ausstellungen neue Maßstäbe gesetzt haben. Mit diesen Initiativen hofft Taiwan, den Zugang zu Kultur und Geschichte zu erleichtern und Museen als lebendige Bestandteile des Alltags zu etablieren.