Taipei – 15. Mai 2025. Taiwan und die Marshallinseln haben am gestrigen Mittwoch (14. Mai) ein Rechtshilfeabkommen zur Bekämpfung von grenzüberschreitender Kriminalität unterzeichnet. Der taiwanische Justizminister Cheng Ming-chien (鄭銘謙) und Wisley Zackhras, Minister für Justiz, Immigration und Arbeit der Marshallinseln, unterzeichneten das Abkommen auf einer Veranstaltung des taiwanischen Justizministeriums.
Justizminister Cheng sagte in seiner Rede, die beiden Länder hätten bereits Abkommen und Absichtserklärungen zum Informationsaustausch über Geldwäsche, Bekämpfung von Menschenhandel und über Auslieferung unterzeichnet. Das zeige, dass Taiwan und die Marshallinseln die Bedeutung und Wichtigkeit der Bekämpfung von grenzüberschreitender Kriminalität anerkennen würden.
Cheng sagte weiter, durch das Abkommen würde die Zusammenarbeit beider Länder im Bereich der Justiz weiter verbessert. In Zukunft könnten beide Länder einfacher Beweismittel erhalten, Zeugen per Videochat vernehmen und strafrechtliche Prozesse wie Durchsuchungen, Beschlagnahmungen und das Einfrieren von Vermögen durchführen. Zackhras sagte, in der eng vernetzten Welt von heute müssten Länder zur Bekämpfung von grenzüberschreitender Kriminalität zusammenarbeiten.
Laut Pressematerialien des Justizministeriums handelt es sich bei dem Abkommen und das erste von Taiwan unterzeichnete Rechtshilfeabkommen des Jahres, und das erste Abkommen das nach Amtsantritt von Cheng Ming-chien unterzeichnet wurde. In der Vergangenheit wurden Abkommen und Memoranden über die justizielle Zusammenarbeit bereits mit den Vereinigten Staaten, Deutschland, Polen, Belize, St. Lucia, der Slowakei, St. Vincent und den Grenadinen, Nauru, Palau, Tuvalu, Korea und Japan unterzeichnet.