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Taiwan stellt am Rande der Weltgesundheitsversammlung seine Krankenversicherung vor

  • 22-05-2025
Taiwan stellt am Rande der Weltgesundheitsversammlung seine Krankenversicherung vor
Auf einem von der World Taiwan Organisation (STUF) organisierten Diskussionsforum zum Thema “Universal Health Coverage” stellte der frühere Vizepräsident Chen Chien-jen (陳建仁, 3. v.l., vorne) das taiwanische Krankenversicherungssystem vor. (Foto: CNA)

Taipei – 22. Mai 2025. Obwohl Taiwan nicht an der Weltgesundheitsversammlung WHA teilnehmen darf, sind sowohl offizielle wie auch zivilgesellschaftliche Vertreter aus Taiwan vor Ort in Genf, um am Rande der Veranstaltung Taiwan zu repräsentieren.

Auf einem von der World Taiwan Organisation (STUF) organisierten Diskussionsforum zum Thema “Universal Health Coverage” (Universelle Gesundheitsversorgung) stellte der frühere Vizepräsident Chen Chien-jen (陳建仁) das taiwanische Krankenversicherungssystem vor. Dabei betonte er, dass nach den Erfahrungen Taiwans eine starke Zivilgesellschaft ein Schlüssel zur Schaffung und Optimierung des Gesundheitssystems sei. 

Ein weiterer Redner war Professor Vincent Rollet, Dozent an der Wenzao Ursuline University of Languages in Kaohsiung. Er sprach über die Gesundheitsversorgung in der EU und die zum Teil großen Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten. So würden in Malta, Portugal und Bulgarien hohe Selbstbeteiligungskosten anfallen, während in Schweden, Irland und anderen Ländern nur 2% der Haushalte mit derartigen Problemen konfrontiert sind. 

Die WHA ist das Entscheidungsgremium der Weltgesundheitsorganisation WHO und tagt dieses Jahr vom 19. bis zum 27. Mai unter dem Motto “One World for Health”. Von 2008 bis 2016 nahm Taiwan unter der Bezeichnung “Chinese Taipei” als Beobachter an der WHA teil, wird seit 2016 allerdings auf Druck der Volksrepublik China ausgeschlossen.

Chen Chien-jen betonte, dass Taiwan 30 Jahre nach der Einführung der Krankenversicherung eine Versorgungsquote von 99,9% erreicht habe. Das war jedoch nicht immer so. Vor 1995 habe Taiwan 13 unterschiedliche Sozialversicherungen gehabt, die Abdeckungsquote im Gesundheitsbereich habe nur 60% erreicht.

Sarah Onyango, Geschäftsführerin der NGO Population Services International (PSI) lobte die Erfahrungen Taiwans als Vorbild für afrikanische Länder. Sie sagte, von den Erfahrungen Taiwans und der Art und Weise, wie das Land ein universelles Krankenversicherungssystem aufgebaut hat, das Menschen aller Einkommensgruppen abdeckt, könne man in Afrika viel lernen.

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