Taipei – 27. Mai 2025. Präsident Lai Ching-te (賴清德) traf am Dienstag mit einer Gruppe von Mitgliedern des Europäischen Parlaments zusammen. Der Delegation gehörten Reinis Pozņaks, Beatrice Timgren und der politische Berater des Europäischen Parlaments, Jens Vornøe, an.
Präsident Lai wies darauf hin, dass das Europäische Parlament im April zwei Entschließungen zu seinen Jahresberichten über die Umsetzung der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) und der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) verabschiedet hat. In den Berichten wurde die Haltung des Europäischen Parlaments zur Aufrechterhaltung des Status quo in der Taiwanstraße bekräftigt.
Lai erklärte, das Europäische Parlament betone Taiwans Rolle als wichtiger demokratischer Partner im asiatisch-pazifischen Raum und fordere die EU und ihre Mitgliedstaaten auf, die Zusammenarbeit mit Taiwan durch eine Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zu stärken. Lai brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass Taiwan und die EU ihre Zusammenarbeit vertiefen werden, um eine widerstandsfähigere demokratische Lieferkette aufzubauen und zur Förderung der globalen Demokratie beizutragen.
Pozņaks sagte, dass sowohl Lettland als auch Taiwan mit Bedrohungen durch ihre jeweiligen Nachbarn konfrontiert seien, und er drückt dem taiwanischen Volk sein tiefes Mitgefühl aus. Er fügte hinzu, dass die Welt heute voller Herausforderungen sei und rief alle demokratischen Länder dazu auf, sich zusammenzuschließen und zusammenzuarbeiten, um Freiheit und Demokratie zu verteidigen und eine Welt der Rechtsstaatlichkeit aufrechtzuerhalten.
Timgren erklärte, dass die demokratischen Länder eine Lehre aus dem russisch-ukrainischen Krieg gezogen und sich für die Ukraine eingesetzt hätten, wodurch Russlands Fähigkeit, Krieg zu führen, geschwächt worden sei. Er fügte hinzu, dass die Demokratien sich gegenseitig unterstützen und ihre Beziehungen stärken sollten, um Solidarität zu zeigen und sich besser gegen Bedrohungen aus China und Russland zu verteidigen.