Taipei – 29. Mai 2025. Der Vorsitzende der taiwanischen Festlandkommission Chiu Chui-cheng (邱垂正) hält eine gesetzliche Regelung zu der chinesischen App Xiaohongshu, auch bekannt als Rednote für notwendig. Er sagte am heutigen Donnerstag im Parlamentsausschuss für Innere Angelegenheiten, man befürchte seit jeher, dass es sich bei der App um ein Waffe der “Einheitsfront” handeln können. “Einheitsfront” bezeichnet eine chinesische politische Strategie, mit vernetzten Gruppen und Individuen die Interessen der Kommunistischen Partei voranzutreiben – dazu gehört auch eine Vereinigung Taiwans mit China.
Die App Rednote auf der Nutzer Videos, Fotos und Posts teilen ähnelt in ihrer Funktionsweise einer Mischung aus Instagram und Pinterest.
Chiu Chui-cheng sagte weiter, man würde dieses Thema seit langem mit den jeweiligen Stellen diskutieren. Nun sei es an der Zeit, auch eine rechtliche Regelung zu finden. Der Parlamentsausschuss für Innere Angelegenheiten diskutierte heute zwei Änderungsentwürfe zu den Bestimmungen über die Beziehungen zwischen den Menschen auf beiden Seiten der Taiwanstraße, und hatte den Vorsitzenden der Festlandkommission eingeladen, einen Bericht abzulegen.
DPP-Abgeordnete Huang Jie (黃捷) sagte, Zhang Wei-wei (張維為), ein Professor der chinesischen Fudan-Universität in Shanghai habe gesagt, im Falle einer Vereinigung beider Seiten der Taiwanstraße würde es einfacher sein Taiwan zu regieren als Hongkong, da junge Taiwaner die App Xiaohongshu mögen.
Chiu Chui-cheng von der Festlandkommission sagte, es sei das erste Mal, dass ein chinesischer Forscher eine in Taiwan beliebte App mit einer Vereinigung in Verbindung gesetzt habe. Unter diesen Umständen müssten Taiwaner, die Xiaohongshu und Douyin (die chinesische Version von Tiktok) benutzen, ihre Aufmerksamkeit erhöhen. Er rief Schulen auf, ihre Schüler über die Risiken dieser Apps aufzuklären – auch, wie ihre persönlichen Daten von chinesischer Seite gesammelt und genutzt werden könnten.