Taipei – 2.6.2025 – Die Ermittlungsbehörde geht Bedenken wegen Gefährdung der Nationalen Sicherheit durch Livestreamer an Grundschulen vor. Kürzlich wurde eine aus China stammende Frau, die mit einem Taiwaner verheiratet ist, wegen Livestreaming auf Douyin (TikTok) an einer Grundschule angezeigt. Der Fall wurde der Staatsanwaltschaft übergeben. Die Frau soll mehrmals aufgefordert worden sein, das Filmen der Schüler einzustellen.
Wu Szu-yao (吳思瑤), Parlamentsabgeordnete der Regierungspartei DPP, äußerte heute im Justizausschuss im Parlament Besorgnis über ähnliche Vorfälle. Sie sage, dass es sich neben möglicher Verletzung der Privatsphäre und möglichem Verstoß gegen Kinder- und Jugendschutzgesetze auch um Gefährdungen der Nationalen Sicherheit handeln könnte.
Der Direktor der Ermittlungsbehörde, Michael Chen (陳立白), sagte, man nehme den Verdacht auf eine Gefährdung der Nationalen Sicherheit sehr ernst und habe bereits Ermittlungen aufgenommen. Man prüfe, ob zwischen den derzeit bekannten Fällen systematische Zusammenhänge bestehen: "Auch wir beobachten diese Situation sehr genau. Wir sammeln derzeit Informationen. Die Staatsanwaltschaft hat bereits strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Unsere Besorgnis gilt einer anderen Ebene, der Nationalen Sicherheit, ob es es sich um systematische Straftaten von feindlichen Kräften aus dem Ausland handelt."