Taipei – 5. Juni 2025. Der DPP-Abgeordnete Puma Shen (沈伯洋) hat die Verhängung von Sanktionen gegen die Firma seines Vaters scharf kritisiert. Das chinesische Büro für Taiwan-Angelegenheiten hatte am heutigen Donnerstag bekanntgegeben, dass chinesische Firmen nicht mit der Firma Sicuens zusammenarbeiten dürfen. Die Firma, die Puma Shens Vater Shen Tu-cheng (沈土城) gehört, vertreibt weltweit Autoteile, auch in China.
Shen sagte, er fühle sich geehrt, innerhalb eines Jahres bereits drei Mal vom Büro für Taiwan-Angelegenheiten sanktioniert worden zu sein. Im Oktober 2024 hatte das Büro für Taiwan-Angelegenheiten Shen und seine Familie verboten, nach China, Hongkong und Macau einzureisen. Shen steht mit anderen taiwanischen Politikern auf einer Liste "hartnäckiger Unabhängigkeitsbefürworter”.
Den Grund für die Sanktionen sah Shen in seinen Gesetzesinitiativen für nationale Sicherheit, zum Beispiel einem Gesetzesentwurf, wonach taiwanische Abgeordnete ihre Reisen nach China melden müssen. Shen kritisierte, dass Sanktionen gegen “hartnäckige Unabhängigkeitsbefürworter” mittlerweile auch auf ihre Verwandten ausgeweitet werden, mit einem Hinweis auf die berüchtigte antike Strafe “株連九族”, bei der ganze Familien nach dem Prinzip einer kollektiven Bestrafung ausgelöscht wurden.
Er sagte, die Firma seines Vaters würde in Mittel- und Südamerika Handel betreiben. Das Verbot, mit China zu handeln, würde den Interessen der chinesischen Bevölkerung schaden und sei “sehr albern”. Er habe in der Vergangenheit betont, für taiwanische Firmen bestehe beim Austausch mit China das Risiko, von China benutzt zu werden – sie sollten daher Risikomanagement betreiben. Diese Ansicht habe sich nicht geändert, so Shen.