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US-Marine plant mit Kriegssimulationen für Taiwans Verteidigung

  • 13-06-2025
US-Marine plant mit Kriegssimulationen für Taiwans Verteidigung
US-Admiral James Kilby, amtierender Befehlshaber der Marineoperationen. (Foto: Facebook-Seite der US-Navy)

Taipei – 13. Juni 2025. Die US-Marine führt regelmäßig Kriegssimulationen durch, um Abschreckungsstrategien gegen eine mögliche chinesische Invasion Taiwans zu entwickeln. Ziel sei es, die Insel „zu einem äußerst schwer einnehmbaren Ziel zu machen“, sagte der Befehlshaber der Marine, James Kilby, am Mittwoch vor dem Verteidigungsausschuss des US-Repräsentantenhauses.

Kilby erklärte, die Marine habe das Thema umfassend untersucht und nutze dafür unter anderem Simulationen am Naval War College. Derzeit konzentriere man sich auf den Ausbau von Langstreckenwaffen, den Schutz der Schiffe, die Logistik in Gefechtszonen sowie auf die Abwehr chinesischer moderner Gefechtsführungs- und Aufklärungssysteme.

Auf die Frage, ob ein 13 Milliarden US-Dollar teurer Flugzeugträger oder unbemannte Systeme besser zur Verteidigung Taiwans geeignet seien, antwortete Kilby, er würde Drohnen bevorzugen. „Es ist schwer, das ohne weitere Details zu beantworten, aber wenn ich diese Drohnen auf Taiwan stationieren könnte, würde ich das tun“, sagte er.

Auch Verteidigungsminister Pete Hegseth wurde bei der Anhörung mit Forderungen nach schnelleren Waffenlieferungen an Taiwan konfrontiert. Der Abgeordnete Don Bacon verwies auf den dringenden Bedarf an Seeminen und anderen Verteidigungssystemen. Hegseth betonte, das Pentagon unternehme inzwischen konkrete Schritte und beschränke sich nicht mehr nur auf Prüfungen. Zwar hätten frühere Regierungen eine stärkere Ausrichtung auf den Indo-Pazifik angekündigt, die Umsetzung sei bislang aber ausgeblieben.

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