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Taiwans medizinische Hilfe als diplomatisches Mittel

  • 13-06-2025
Taiwans medizinische Hilfe als diplomatisches Mittel
Zwei Kinder, die seit ihrer Geburt an einem Verschluss der Gallengänge litten, erhielten nach gescheiterten Operationen im Ausland am Nationalen Taiwan-Universitätskrankenhaus (NTUH) eine lebensrettende Lebend-Lebertransplantation. Zehn Jahre später kehrten sie am 13. Juni nach Taiwan zurück, um ihre Geschichte zu erzählen. (Foto: CNA)

Taipei – 13. Juni 2025. Zehn Jahre nach ihrer lebensrettenden Lebertransplantation in Taiwan sind zwei indonesische Kinder nun erneut nach Taipei zurückgekehrt, um ihre Geschichte öffentlich zu erzählen. Das Nationale Taiwan-Universitätskrankenhaus (NTUH) präsentierte die Patienten am Donnerstag auf einer Pressekonferenz im Rahmen der Initiative „Taiwan Can Help“.

Die indonesische Patientin Sherlyn litt an einer schweren Gallengangserkrankung. Nach einer gescheiterten Operation in Malaysia verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch, bis sie 2014 nach Taiwan verlegt wurde. Dort stabilisierte das Ärzteteam des NTUH ihr Leben trotz multiplem Organversagen und langem Aufenthalt auf der Intensivstation. Schließlich konnte eine erfolgreiche Lebend-Lebertransplantation mit einem Organ ihrer Mutter durchgeführt werden. Inspiriert von diesem Fall suchte wenig später auch der indonesische Vater Joko für seinen an derselben Krankheit leidenden Sohn David Hilfe in Taiwan und spendete selbst einen Teil seiner Leber. Beide Kinder haben sich seither vollständig erholt.

Das 2005 gegründete Internationale Medizinische Zentrum des NTUH hat sich seither zu einer wichtigen Anlaufstelle für Patienten aus dem Ausland entwickelt. Seit 2018 engagiert sich Taiwan im Rahmen seiner „Neuen Südwärts-Politik“ verstärkt im medizinischen Austausch mit den Ländern Südostasiens. Die erfolgreichen Behandlungen von Sherlyn und David gelten als exemplarischer Beweis für Taiwans medizinische Kompetenz und humanitäres Engagement.

Sherlyns Geschichte wurde darüber hinaus zum Mittelpunkt des vom taiwanischen Außenministerium produzierten Dokumentarfilms My Second Home. Der Film soll Taiwans medizinische Exzellenz und humanitäre Werte weltweit sichtbar machen und somit auch die internationale Unterstützung für Taiwans Beteiligung an der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Weltgesundheitsversammlung (WHA) fördern – Organisationen, von denen Taiwan gegenwärtig ausgeschlossen ist.

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