Taipei – 7.4.2014 – Hochschulrektoren haben die protestierenden Studenten dazu aufgefordert, die Besetzung des Parlaments zu beenden.
Rektoren von staatlichen Hochschulen riefen heute in einer Stellungnahme die Studenten auf, baldmöglichst an ihre Universitäten zurückzukehren. Sie könnten das kontroverse Abkommen über den Handel von Dienstleistungen zwischen Taiwan und China während ihrer Studien weiterhin überwachen.
Studenten halten seit dem 18. März den Sitzungssaal des Parlaments besetzt. Sie protestieren vor allem gegen die fehlende Transparenz beim Verfahren des Abkommens. Parlamentspräsident Wang Jin-pyng hatte gestern versprochen, er werde keine Fraktionsverhandlungen über das Dienstleistungsabkommen einberufen, bevor nicht ein Gesetz zur Kontrolle von Abkommen mit China erstellt worden sei. Die Studenten hatten unter anderem diese Forderungen gestellt.
Die protestierenden Studenten diskutieren nun darüber, ob sie die Besetzung des Parlaments beenden sollen.
Die Hochschulrektoren forderten in ihrer Stellungnahme außerdem die Behörden zu Toleranz gegenüber den Studenten auf. Bei dieser Angelegenheit müssten das in der Verfassung verankerte Recht auf Redefreiheit und das Einhalten von Gesetzen abgewägt werden.
Justizministerin Luo Ying-shue sagte heute, Gesetzesverstöße sollten hinsichtlich der Handlungen, nicht des Status behandelt werden.
Durch die Proteste sollen Schäden versursacht worden sein, besonders als Protestierende am Sonntag vor zwei Wochen auch ins Kabinettsgebäude eingedrungen waren.