Taipei – 9. April 2014 - Ein Versagen beim Abschluss eines Dienstleistungshandelsabkommens mit China könnte bei den USA den Eindruck erwecken, dass Taiwan nicht bereit zur Marktöffnung für das TPP-Handelsabkommen sei, teilte Vizewirtschaftsminister Woody Duh am Mittwoch auf Rückfrage von Parlamentariern mit.
Beim Abschluss des Dienstleistungsabkommens mit China verhandelte man recht konservativ, sagte Minister Duh. Das Abkommen sei deutlich weniger offen als das angestrebte TPP-Handelsabkommen, es könnten daher bei etlichen Ländern Zweifel an Taiwans Bereitschaft zur Marktöffnung auftreten, gab Vizewirtschaftsminister Duh an.
“Wenn es gegenüber dem Dienstleistungsabkommen mit China weiter so starken Widerstand gibt, könnten viele Länder Zweifel daran haben, ob Taiwan wirklich bereit ist, TPP-Bedingungen zu akzeptieren, die ein deutlich höheres Maß an Marktöffnung einschließen.”
Die Regierung sieht durch das Dienstleistungsabkommen positive Effekte für Taiwans Wirtschaft, Gegner des Abkommens befürchten erhöhte Arbeitslosigkeit und stärkeren Einfluss des Festlandes auf Taiwan.