Taipei – 11.4.2014 – China habe einen rationalen Blick auf die Protestbewegung in Taiwan und auf Taipei in der Sache keinerlei Druck ausgeübt. Diese Angaben machte Wang Yu-chi, der Leiter von Taiwans Kommission für Festlandsangelegenheiten am heutigen Freitag in einem Radiointerview. Dass die chinesische Seite die Proteste gegen das Dienstleistungsabkommen aus diesem Blickwinkel betrachte, sei eine gute Sache, so Wang weiter.
Erst gestern hatte Zhang Zhijun, der Direktor von Chinas Büro für Taiwan-Angelegenheiten, seine Hoffnung zum Ausdruck gebracht, Taiwan noch bis Ende Juni zum ersten Mal besuchen zu können. Dabei hatte er betont, die Ansichten der einfachen Bevölkerung, als auch jene von Mittel- und Kleinbetrieben verstehen zu wollen. Auch ein Treffen mit Demonstranten in Taiwan schloss er nicht aus, die zuletzt gegen ein mit China unterzeichnetes Abkommen protestiert hatten.
Wie Wang Yu-chi zudem betonte, habe er bei seinem kürzlichen Besuch in China der chinesischen Seite bereits aufgezeigt, dass Taiwan eine sehr dynamische Gesellschaft sei. Durch die kürzlichen Demonstrationen sei dies nur allzu deutlich geworden. Angesprochen auf mögliche Neuverhandlungen hinsichtlich des umstrittenen Abkommens sagte Wang, dass sich Peking diesbezüglich noch nicht geäußert habe und sich die chinesische Regierung weiter bedeckt halte.